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Sieben-Tage-Inzidenz in Italien fällt unter 100

19:19
14.05.2021
In Italien bessert sich die Corona-Lage weiter: Die Sieben-Tage-Inzidenz sank nach Angaben vom Freitag wie in Deutschland unter den Wert von 100, wie der Regierungsexperte Silvio Brusaferro in Rom berichtete. Die Behörden registrierten etwa 96 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche (Stand: 13. Mai). Drei der rund 20 Regionen hätten sogar die 50er-Marke unterschritten, sagte der Präsident des nationalen Gesundheitsinstituts.

Das 60-Millionen-Einwohner-Land steuert seit mehreren Wochen wegen sinkender Corona-Zahlen einen schrittweisen Lockerungskurs. Von Montag an sollen alle Regionen mit Ausnahme des Aostatals im Norden zur Gelben Zone mit moderatem Virus-Risiko und geringen Corona-Sperren gehören.

Malte Bürger

Heil will Erleichterungen bei Kurzarbeit bis Ende 2021 verlängern

19:00
14.05.2021
Bundesarbeitsminister Hubertus Heil will Erleichterungen für Firmen mit Kurzarbeit bis zum Jahresende verlängern. Handel, Gastronomie oder Veranstaltungsbranche litten nach wie vor sehr unter dem Lockdown, sagte der SPD-Politiker dem „Handelsblatt“ in einem am Freitag veröffentlichten Interview. Auch gebe es in manchen Betrieben Schwierigkeiten, weil etwa Halbleiter fehlten. „Ich will deshalb, dass wir die Möglichkeiten der Kurzarbeit in vollem Umfang bis zum Jahresende verlängern.“ Dazu habe er einen Verordnungsentwurf erarbeitet, den die Regierung gerade abstimme.

Konkret geht es um Sozialversicherungsbeiträge für ausgefallene Arbeitsstunden bei Kurzarbeit, die bis zum 30. Juni zu 100 Prozent vom Staat übernommen werden. Diese Regelung will Heil verlängern. Ansonsten würde nur noch die Hälfte der Beiträge gezahlt.

Heil hatte bereits erklärt, die Kurzarbeit sei für die Bundesagentur für Arbeit und den Bundeshaushalt zwar sehr teuer. Damit werde aber die „Rückkehr von Massenarbeitslosigkeit“ verhindert, die für Staat und Gesellschaft viel teurer wäre. Nach einer Schätzung des Wirtschaftsforschungsinstitutes Ifo waren im April noch 2,7 Millionen Menschen in Kurzarbeit.

Malte Bürger

Litauen will Corona-Impfstoff an EU-Ostpartner abgeben

18:39
14.05.2021
 Litauen wird den östlichen EU-Partnerländern 200 000 Dosen Corona-Impfstoff bereitstellen, damit sie in der Impfkampagne nicht abgehängt werden. Nach Angaben der Regierung in Vilnius will das baltische EU-Land bis zum Herbst der Ukraine 100 000 Dosen, Georgien 15 000 Dosen und der Republik Moldau 11 000 Dosen zuweisen. Über die Aufteilung der restlichen Dosen soll in Kürze entschieden werden. Bereitstellen werde Litauen den Impfstoff von Astrazeneca, sagte Außenminister Gabrielius Landsbergis der Agentur BNS zufolge.

„In den Ländern der EU verläuft der Impfprozess schnell und reibungslos, aber wir werden nicht sicher sein, bis unsere Nachbarn sicher sind. Wahre Solidarität ist Handeln“, sagte Landsbergis. „Wir hoffen, dass andere EU-Mitglieder dem Beispiel Litauens folgen.“

Litauens Präsident Gitanas Nauseda lobte während eines Besuchs in der Republik Moldau die Entscheidung als „sehr gut“ und „rechtzeitig“. „Dies wird dazu beitragen, den Impfprozess durchzuführen, der hier bisher ziemlich chaotisch gewesen ist“, sagte er in Chisinau. 

Malte Bürger