Angesichts deutlich sinkender Corona-Zahlen dürfen die Hamburger auf eine schnellere Öffnung der Außengastronomie hoffen. Wie am Freitag bekannt wurde, wird ein Vorziehen der Öffnung schon zu Pfingsten im rot-grünen Senat erwogen. Bisher war dies erst in einem dritten Öffnungsschritt in frühestens einem Monat vorgesehen. Mit 155 Corona-Neuinfektionen sank die Sieben-Tage-Inzidenz in der Stadt unterdessen auf den niedrigsten Wert seit Oktober vergangenen Jahres.
Laut einem Bericht des „Hamburger Abendblatts“ will Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) bezahltes Essen und Trinken im Freien bereits in einem zweiten Lockerungsschritt ermöglichen, über den der Senat am kommenden Dienstag beraten wird. Der Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) sprach dennoch von einer unzureichenden Öffnung, die zudem „super-unprofessionell“ sei.
Eine Öffnung der Außenbereiche zu Pfingsten sei angesichts offener Restaurants und Hotels in anderen Bundesländern „keine Lösung“, sondern allenfalls ein erster Schritt, sagte Niklaus Kaiser von Rosenburg, Vizepräsident des Dehoga Hamburg, der Deutschen Presse-Agentur. „Der muss dann aber schnell gefolgt sein von Innengastronomie und touristischen Reisen.“