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Kölner Oberbürgermeisterin verteidigt vorgezogene Impfungen

17:46
03.05.2021
Die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) hat vorgezogene Impfungen durch mobile Impfteams in sozialen Brennpunkten verteidigt. „Wir hebeln die Impfreihenfolge eben nicht aus“, sagte Reker am Montag bei Phoenix. „Es ist uns gelungen, für diese Menschen in den Sozialräumen eine Priorisierung auf die Gruppe drei vorzuziehen, und die Gruppe drei ist jetzt dran. Da wir mit gesondertem Impfstoff impfen, entgeht hier niemandem eine Impfung, die er sonst bekommen hätte.“

Eine Stigmatisierung der betreffenden Bevölkerungsgruppe durch die Maßnahme könne sie auch nicht erkennen. „Durch ein zusätzliches Angebot kann man niemanden stigmatisieren“, sagte Reker.

Wegen der vielen Corona-Neuinfektionen in einigen Stadtteilen sollen in Köln am Montag erstmals spezielle Impfteams in die sozialen Brennpunkte gehen. Die mobilen Teams sollen nach und nach unter anderem in den Hochhaussiedlungen von Chorweiler und dem Kölnberg Impfungen anbieten. Das Land hat für das Pilotprojekt zunächst 1000 Impfdosen zur Verfügung gestellt.

Jan-Felix Jasch

Landkreis Nienburg auch Hochinzidenzkommune

17:05
03.05.2021
- Der Landkreis Nienburg/Weser ist zur Hochinzidenzkommune erklärt worden. Weil die Sieben-Tage-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 100 lag, ziehe der Landkreis die Notbremse, hieß es in einer Mitteilung vom Montag. Sie umfasst neben der Ausgangssperre von 22.00 Uhr bis 5.00 Uhr auch weitere Einschränkungen. Dies gilt von Mittwoch an. Die Inzidenz lag am Montag bei 106,3.

Die Bundes-Notbremse greift, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz an drei aufeinander folgenden Tagen den Grenzwert von 100 überschreitet. Dann gelten vom übernächsten Tag an strengere Regeln wie eine nächtliche Ausgangsbeschränkung. Ein Haushalt darf sich nur mit einer weiteren Person treffen; Kinder bis 14 Jahre werden nicht mitgezählt.

Wenn an fünf aufeinander folgenden Werktagen die Sieben-Tage-Inzidenz von 100 unterschritten wird, werden die Einschränkungen ab dem übernächsten Tag aufgehoben.

Max Seidenfaden

Boris Johnson macht Hoffnung auf baldiges Ende der Abstandsregeln

16:32
03.05.2021
Der britische Premier Boris Johnson hat seinen Landsleuten Hoffnung auf ein baldiges Ende der Corona-Abstandsregeln gemacht. „Ich denke, wir haben gute Chancen, dass wir ab 21. Juni auf die Ein-Meter-Plus-Regel verzichten können“, sagte Johnson am Montag bei einem Besuch in der nordenglischen Stadt Hartlepool. Das sei jedoch abhängig davon, ob die Infektionslage weiterhin stabil bleibe. Derzeit liegt die Sieben-Tage-Inzidenz in Großbritannien bei rund 23 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern.

Johnsons Weg aus dem Lockdown sieht bei einer positiven Weiterentwicklung der Corona-Zahlen die nächsten Lockerungsstufe in England für den 17. Mai vor. Ab diesem Datum sollen Pubs und Restaurants auch wieder drinnen Gäste bewirten dürfen und Kontaktbeschränkungen gelockert werden. Auch erste Auslandsreisen könnten nach einem monatelangen strikten Reiseverbot wieder erlaubt sein. Für den 21. Juni ist in England die Aufhebung aller Corona-Beschränkungen geplant. Schottland, Wales und Nordirland entscheiden eigenständig über ihre eigenen Corona-Maßnahmen.

Max Seidenfaden