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Mehr als 1300 neue Corona-Infektionen in Niedersachsen

09:30
02.05.2021
Die Corona-Infektionszahlen in Niedersachsen sind nach dem Rückgang der vergangenen Tage wieder leicht gestiegen. Das Robert Koch-Institut wies am Sonntag 1363 weitere Fälle aus, einen Tag zuvor waren es lediglich 1244 gewesen. Die Sieben-Tage-Inzidenz blieb mit 101,7 stabil (Samstag: 101,8). Der Wert gibt die Infektionen pro 100 000 Einwohner in einer Woche an.

Die höchsten Werte wurden im Landkreis Vechta (254,2), in den Städten Salzgitter (208,1) und Delmenhorst (192,1) sowie im Landkreis Grafschaft Bentheim (181,5) festgestellt. Am niedrigsten waren die Infektionszahlen in den drei benachbarten Landkreisen Aurich (42,2), Friesland (38,5) und Wittmund (28,1) im Nordwesten.

Patrick Reichelt

Betriebsärzte sollen spätestens ab der Woche vom 7. Juni mitimpfen

08:47
02.05.2021
Bei den Corona-Impfungen in Deutschland sollen spätestens ab der Woche vom 7. Juni auch Betriebsärzte einbezogen werden. Vorgesehen sind dann laut Bundesgesundheitsministerium für sie mindestens 500 000 Impfdosen pro Woche, wie zuerst die „Welt am Sonntag“ berichtete. Ressortchef Jens Spahn (CDU) sagte der Zeitung, noch warteten viele auf Impftermine. „Aber bereits in ein paar Wochen werden wir voraussichtlich mehr Impfstoff haben als Terminanfragen.“ Betriebsärzte in Firmen könnten dann helfen, mit niedrigschwelligen Angeboten zu überzeugen. Dies könne Menschen fürs Impfen gewinnen, die „nicht das Gegenargument suchen, sondern die Gelegenheit“.

Die Bundesregierung hatte eine Einbindung der Betriebsärzte bereits grundsätzlich für Juni angekündigt. Dank wachsender Liefermengen soll das Impf-Netz in der Fläche damit noch größer werden. Nach dem Start mit mobilen Impfteams und mehr als 400 regionalen Impfzentren der Länder sind inzwischen auch mehr als 60 000 Arztpraxen dabei. Die Impfungen haben damit deutlich Fahrt aufgenommen. Inzwischen haben 26,9 Prozent der Bundesbürger mindestens eine Impfung bekommen. Den vollen Impfschutz mit einer zweiten Spritze haben 7,7 Prozent.

Patrick Reichelt

Botschafter in Indien: Lage ist schrecklich und deprimierend

07:32
02.05.2021
Der deutsche Botschafter in Indien, Walter Lindner, hat sich sehr besorgt über die Lage im von der Corona-Pandemie derzeit heftig getroffenen Land geäußert. „Die Lage ist schrecklich und deprimierend“, sagte Lindner am Samstagabend im ZDF-„heute journal“. „Die Leute ersticken zum Teil in den Autos, weil sie vom einen Krankenhaus zum nächsten fahren. Die ersticken in der Wartereihe, um auf Sauerstoff zu warten. Das ist alles schrecklichst, was wir draußen erleben.“ Laufend würden Hilfeaufrufe in den Sozialen Medien verbreitet - mit der Hoffnung auf ein Krankenhausbett oder Sauerstoff. „Und am nächsten Tag heißt es dann oft: "Leider gestorben, niemand hat uns geholfen".“ Die aktuelle Situation sei ein „Riesenschlag“ für das Land mit 1,3 Milliarden Einwohnern.

Indien verzeichnet derzeit Tag für Tag neue globale Höchstwerte bei der Zahl der Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Am Samstag wurden mehr als 400 000 neue Fälle gemeldet. Zahlreiche Länder haben Unterstützung zugesagt, aus Deutschland landete am Samstag ein Flieger mit 120 Beatmungsgeräten an Bord in Neu Delhi. Zudem sollen deutsche Sanitätssoldaten in Indien in den kommenden Tagen eine große Sauerstoffgewinnungsanlage in Betrieb nehmen.

Patrick Reichelt