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Linnemann und Kuban: Mehr Rechte auch für negativ Getestete

06:46
02.05.2021
Die beiden CDU-Politiker Carsten Linnemann und Tilman Kuban haben mehr Rechte nicht nur für Geimpfte und Genesene, sondern auch für negativ Getestete gefordert. „Wer einen aktuellen Testnachweis vorlegen kann, der von geschultem Personal durchgeführt wurde, muss wieder im Restaurant sitzen und Hotelzimmer oder Ferienwohnungen buchen können“, sagte Linnemann der „Welt am Sonntag“. Die geplante Bundesverordnung zu Ausnahmeregeln für Geimpfte und Genesene müsse entsprechend ergänzt werden. Linnemann ist Vorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsunion von CDU und CSU.

Kuban, Vorsitzender der Jungen Union, warnte vor Ungleichbehandlungen, sollten nur Geimpfte und Genesene von Corona-Beschränkungen ausgenommen werden. „Die allermeisten jungen Menschen verhalten sich seit über einem Jahr sehr solidarisch, gehen für Ältere einkaufen, helfen in den Impf- und Testzentren und stellen sich richtigerweise hinten an bei der Impfreihenfolge“, sagte er der Zeitung. „Es darf nicht das Signal geben, dass bereits ein Teil der Gesellschaft wieder reisen und normal leben darf, während andere noch Monate ausharren.“

Schon heute klappten Friseurbesuche mit Tests sehr gut, dies müsse demnächst auch in Restaurants, beim Kurzurlaub oder beim Shoppen möglich sein. „Hier braucht es dringend eine Nachbesserung der Verordnung gerade mit Blick auf die privaten Treffen.“

Patrick Reichelt

RKI registriert 16 290 Corona-Neuinfektionen und 110 neue Todesfälle

06:13
02.05.2021
Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 16 290 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 110 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen vom Sonntagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04:58 Uhr wiedergeben. Nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Am Sonntag vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 18 773 Neuinfektionen und 120 neue Todesfälle verzeichnet.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner lag laut RKI am Sonntagmorgen bundesweit bei 146,5 - damit entwickelt sich die Sieben-Tage-Inzidenz am sechsten Tag in Folge rückläufig. Am Vortag hatte das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 148,6 angegeben, vor eine Woche mit 165,6.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3 416 822 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 3 024 600 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 83 192.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Samstagabend bei 0,93 (Vortag: 0,94). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 93 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

Patrick Reichelt