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20210430045735
Kapitel

Freitag, 29. April

Das war am Freitag, 29. April, wichtig

20:27
29.04.2021
Bremen und Niedersachsen:
  • Im Impfzentrum auf dem Messegelände in Hannover ist es zur Verwechslung der Impfstoffe von Biontech und Astrazeneca gekommen.
  • Niedersachsen verteilt seine erste Charge des Corona-Impfstoffs von Johnson & Johnson an fünf Regionen mit hohen Infektionszahlen. Am Freitag und Samstag werden die Impfzentren in Vechta, Salzgitter, Delmenhorst, Peine und Wolfsburg damit beliefert.
  • Das Gesundheitsamt Bremen hat 143 neue Infektionen für das Bundesland gemeldet.  Die Inzidenz liegt in der Stadtgemeinde Bremen bei 135,1, in Bremerhaven bei 141,7. 

Deutschland und Welt:

  • Die dritte Welle der Corona-Pandemie in Deutschland ist nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) abgebremst. Es gebe eine „gute Entwicklung“, aber für Entwarnung sei es momentan noch zu früh, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Donnerstag in Berlin.
  • Mehr als jeder Vierte in Deutschland hat mindestens eine Impfdosis gegen das Coronavirus bekommen. Das geht aus dem Impfquotenmonitoring des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Donnerstag hervor (Stand: 29.4., 13.30 Uhr). 
  • Der US-Pharmakonzern Moderna erhöht seine Produktion von Corona-Impfstoff deutlich und will allein in diesem Jahr bis zu eine Milliarde Dosen ausliefern. 

Jean-Pierre Fellmer

Knapp dreiwöchiger Corona-Lockdown beginnt in Türkei

17:53
29.04.2021
Zur Eindämmung der hohen Corona-Fallzahlen hat in der Türkei ein landesweiter Lockdown begonnen. Alle für den Grundbedarf nicht nötigen Geschäfte schlossen am Donnerstag um 19 Uhr Ortszeit (18 Uhr MEZ). Die Menschen dürfen bis zum frühen Morgen des 17. Mai nur noch aus triftigen Gründen wie etwa zum Einkaufen auf die Straße. Dazu öffnen Supermärkte zu bestimmten Tageszeiten außer sonntags.

Von den Restriktionen nicht betroffen sind etwa der Bausektor und Betriebe, die für die Aufrechterhaltung von Produktion und Lieferketten wichtig sind. Touristen sind von den Ausgangsbeschränkungen ausgenommen.

Es handelt sich um die strengste Maßnahme in der Türkei seit Beginn der Pandemie. Gewerkschafter halten den Lockdown aber dennoch für halbherzig. 70 Prozent der Arbeiter müssten etwa weiter in die Betriebe, sagte der Vorsitzende der linken Metallgewerkschaft (Metal-Is), Adnan Serdaroglu, der dpa. Es fehle zudem an staatlicher Unterstützung, kritisierte er. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan kündigte am Donnerstagabend finanzielle Unterstützung unter anderem für kleine Unternehmen an. Bedürftige Familien erhielten zudem eine Zahlung von 1100 TL (rund 113 Euro) pro Haushalt. 

Jean-Pierre Fellmer