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20210428144715

Schweiz: Corona-Hilfen so hoch wie halbes Jahresbudget

14:19
28.04.2021
 Zur Abfederung der Folgen der Corona-Pandemie hat die Schweiz bislang Ausgaben beschlossen, die einem halben Jahresbudget der Staatskasse entsprechen. Bislang seien rund 38 Milliarden Franken (34,4 Milliarden Euro) zugesprochen worden, berichtete die Regierung am Mittwoch in Bern. Davon entfielen 15 Milliarden Franken auf das vergangene und 23 Milliarden Franken auf dieses Jahr. Der Großteil wurde zur Unterstützung von Unternehmen, für Kurzarbeitsentschädigung und anderem Erwerbsersatz ausgegeben.

Wegen der Corona-Pandemie verzeichnete die Schweiz nach einem Überschuss 2019 im vergangenen Jahr ein Rekorddefizit von 15,8 Milliarden Franken. Anstatt eines erwarteten Wirtschaftswachstums von 2,3 Prozent schrumpfte das Bruttoinlandprodukt um 3,4 Prozent.

Malte Bürger

Zweites Playbook für Olympioniken sieht tägliche Corona-Tests vor

13:45
28.04.2021
Alle Olympioniken bei den Sommerspielen in Tokio müssen sich prinzipiell täglich auf das Coronavirus testen lassen. Das gilt auch für alle Personen, die zum direkten Umfeld der Sportler gehören. Dies sieht eine präzisierte zweite Fassung des Playbooks für Athleten vor, das die Organisatoren und das Internationale Olympische Komitee (IOC) am Mittwoch veröffentlichten. Da eine 14-tägige Quarantäne entfällt, können die Sportler sofort nach Ankunft mit dem Training beginnen.

Alle Teilnehmer der Sommerspiele müssen sich vor der Abreise nach Japan zweimal testen lassen. Nach der Ankunft werden sie je nach Funktion bei den Spielen und Kontakt zu Athleten drei Tage lang täglich erneut getestet. Sie dürfen sich zudem nur in zugewiesenen Fahrzeugen bewegen; die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel ist verboten. Die endgültigen Fassungen der Playbooks mit Grundregeln für alle Olympia-Teilnehmer sollen im Juni erscheinen.

Malte Bürger

Bürgermeister kritisiert Anwendung von Corona-Notbremse auf Helgoland

13:17
28.04.2021
Helgolands Bürgermeister Jörg Singer (parteilos) hat die Anwendung des Bundesnotbremse zur Eindämmung der Corona-Pandemie auf der Insel kritisiert. „Auf unserem kleinen, coronafreien und vom Festland über 60 Kilometer entfernten Land ist der Sinn einer Notbremse nicht vermittelbar“, sagte Singer der dpa. „Wir halten das für Helgoland für unverhältnismäßig“, hatte er zuvor dem NDR gesagt. Die Insel habe eine hohe Impfquote und jeder, der einreist, werde getestet.

Für Helgoland gelten seit Mittwoch die Regeln der Bundes-Notbremse, weil der Kreis Pinneberg, zu dem die Insel gehört, die Grenze von mehr als 100 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner überschritten hatte. Deswegen gilt eine nächtliche Ausgangssperre. FDP-Vize Wolfgang Kubicki hatte das bereits am Dienstag als „regulatorischen Irrsinn“ bezeichnet. Eine Sprecherin des Kreises Pinneberg sagte dem NDR, es seien keine Ausnahmen für einzelne Gemeinden möglich. Erleichterungen gebe es nur für Schule und Kita, sagte Singer. Am Mittwoch lag die Inzidenz des Kreises laut Angaben des schleswig-holsteinischen Gesundheitsministeriums bei 99,0. Der Höchstwert war am Montag mit 111,0 erreicht worden. Auf der Insel gibt es derzeit keinen einzig bekannten Covid-Fall.

Malte Bürger