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Bundesregierung stuft Indien als Corona-Hochinzidenzgebiet ein

13:51
23.04.2021
Wegen dramatisch steigender Corona-Infektionszahlen stuft die Bundesregierung Indien ab Sonntag als Hochinzidenzgebiet ein. Das gilt auch für das nordafrikanische Tunesien, den Inselstaat Kap Verde vor der afrikanischen Küste und die arabischen Golfstaaten Katar und Oman, wie das Robert Koch-Institut am Freitag im Internet bekanntgab. Von der Liste der Risikogebiete gestrichen wurden mehrere Karibikstaaten, darunter die auch bei deutschen Touristen beliebte Dominikanische Republik, für die damit die Quarantänepflicht bei Einreise nach Deutschland entfällt.

Mit der Einstufung Indiens als Hochinzidenzgebiet ist keine Verschärfung der Einreisebestimmungen verbunden. Die hätte es nur gegeben, wenn das Land mit den zweitmeisten Einwohnern weltweit zum Virusvariantengebiet erklärt worden wäre - was einige Beobachter erwartet hatten. Denn in Indien hat sich eine besonders gefährliche Virusvariente verbreitet. 

Jean-Pierre Fellmer

Notbremse: Islamverbände mahnen Muslime zur Zurückhaltung

13:32
23.04.2021
Islamverbände haben Muslime im Ramadan angesichts vielerorts drohender Ausgangsbeschänkungen in Deutschland zu besonderer Zurückhaltung aufgerufen. Mit Blick auf das allabendliche gemeinsame Fastenbrechen - Iftar - nach Sonnenuntergang mahnte der Zentralrat der Muslime (ZMD) am Freitag in einem Rundbrief an die Gemeinden zum Verzicht. Das geänderte Bundesinfektionsschutzgesetz lasse zwar bei Zusammenkünften zur Religionsausübung gewisse Spielräume, schrieb der ZMD-Vorsitzende Aiman Mazyek. Die Gemeinden sollten aber von Ausnahmeregelungen möglichst keinen Gebrauch machen und auf Nacht- und Morgengebete in der Moschee verzichten.

Auch bei privaten Zusammenkünften greife die neue Corona-Notbremse des Bundes: Bei einer Wocheninzidenz von 100 Neuinfektionen pro
100 000 Einwohner dürften Angehörige eines Haushalts zum Iftar nur noch eine weitere Person einschließlich Kindern einladen, betonte der ZMD. Die Ditib als größte Islam-Organsation in Deutschland hatte schon vor einer Woche klargestellt, dass in der dritten Corona-Welle in den Moscheen kein abendliches Iftar stattfinden könne. Zudem gebe es bei hohen Inzidenzwerten auch kein Gottesdienste in den Moscheen. 

Jean-Pierre Fellmer

Hamburg übernimmt Corona-Notbremse des Bundes nicht vollständig

13:21
23.04.2021
Mit dem Inkrafttreten der Corona-Notbremse gemäß Bundesgesetz wird die nächtliche Ausgangsbeschränkung in Hamburg verschärft. Anders als bislang dürfen die Menschen dann nach Mitternacht auch allein nicht mehr die Wohnung verlassen, um spazieren zu gehen oder zu joggen. Die Ausgangsbeschränkung werde in Hamburg weiterhin zwischen 21.00 und 5.00 Uhr morgens gelten, und nicht wie im Bundesgesetz vorgesehen von 22.00 bis 5.00 Uhr, sagte Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) am Freitag.

Auch das Einkaufen in Geschäften nach Terminvereinbarung (Click & Meet) werde nicht erlaubt. In Hamburg werde es dabei bleiben, dass Kunden vorbestellte Waren nur abholen dürfen (Click & Collect).

Jean-Pierre Fellmer