Letztes Update:
20210416103842

Mecklenburg-Vorpommern verschärft Reisebeschränkungen

10:23
16.04.2021
Wegen der bundesweit hohen Infektionszahlen schränkt Mecklenburg-Vorpommern die Einreise in das Küstenland weiter ein. Urlaub im Nordosten und Tagesausflüge aus anderen Bundesländern sind bereits seit Monaten nicht erlaubt. Von Montag an soll auch Zweitwohnungsbesitzern ohne Erstwohnsitz im Land und Dauercampern der Zugang verwehrt werden. „Wir sind das Land mit den härtesten Reisebeschränkungen. Und dazu stehen wir“, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Freitag im Landtag in Schwerin. Mobilität trage zum Infektionsgeschehen bei. Vor allem seit Ostern hätten die Corona-Ansteckungen massiv zugenommen. Deshalb verschärfe das Land nun wieder die Schutzvorkehrungen. „Wenn wir all das nicht tun, dann wird es auch keinen Sommerurlaub in MV geben können“, betonte Schwesig.

Schon seit November sind Hotels und Pensionen im Nordosten wieder geschlossen. Die Hoffnung der Branche auf einen Saisoneinstieg zu Ostern hatte sich zerschlagen. Im Vorjahr hatten nach dem Lockdown im Frühjahr die Tourismusunternehmen Mecklenburg-Vorpommerns im Sommer gute Geschäfte machen können.

Max Seidenfaden

Reha-Verband: Engpässe bei Nachversorgung von „Long-Covid-Patienten“

09:54
16.04.2021
Zusätzlich zu den stetig näher rückenden Engpässen auf Intensivstationen wegen steigender Corona-Neuinfektionen hat der Reha-Verband auf Versorgungslücken in der Nachsorge von Covid-Patienten hingewiesen. So würden in Reha-Kliniken lange Wartezeiten für sogenannte Long-Covid-Patienten entstehen, sagte der Geschäftsführer des Verbandes Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation (Degemed), Christof Lawall der „Welt“ (Freitag). „Dann kann ein Patient, auch wenn es ihm noch so schlecht geht, nicht direkt behandelt werden.“

Das Problem sei ein „versorgungsstrukturelles“, sagte Lawall. „Wir können derzeit gleichzeitig nur 3500 bis maximal 4000 Menschen mit Lungenproblemen rehabilitieren.“ Das sei „deutlich zu wenig“ für die knapp 3,1 Millionen Menschen bundesweit, die sich seit Beginn der Pandemie infiziert haben.

„Wir fordern, dass in den Reha-Einrichtungen der Arzt-Patienten-Schlüssel gesenkt wird, also ein Pneumologe für mehr Patienten zuständig sein darf.“ So könnten aus 100 Plätzen auch 120 gemacht werden, sagte Lawall.

Max Seidenfaden

Abi in Niedersachsen: Land hebt Corona-Testpflicht für Schüler auf

09:34
16.04.2021
Für das am Montag beginnende Abitur in Niedersachsen besteht nun doch keine Testpflicht für Schüler. Bei schriftlichen Klausuren sowie den mündlichen Prüfungen ist kein negatives Testergebnis oder eine ärztliche Bescheinigung erforderlich, wie es aus dem Kultusministerium in Hannover heißt. Ziel der kurzfristigen Maßnahme sei es, auch den Prüflingen, die sich nicht Testen lassen wollen, die Teilnahme am Abi zu ermöglichen, sagte ein Ministeriumssprecher am Freitag zur Begründung.

Landesweit nehmen voraussichtlich 32 000 Schülerinnen und Schüler an rund 450 Schulen an den Abi-Prüfungen teil. Gestartet wird am Montag mit der Klausur im Fach Geschichte. Mit den möglichen mündlichen Nachprüfungen zieht sich die Abi-Phase bis Ende Juni. Für die Prüfungen gelten die bestehenden Hygieneregeln. Aus dem Ministerium wurde zudem dringend an die Schüler appelliert, an Klausurtagen das Testangebot wahrzunehmen.

Max Seidenfaden