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In Hannover werden wohnungs- und obdachlose Menschen geimpft

15:00
15.04.2021
Wohnungs- und obdachlose Menschen haben in Hannover eine Erstimpfung gegen Covid-19 erhalten. Schon am frühen Morgen hätten mehr als 100 Menschen in einer langen Schlange gewartet, teilte der Evangelisch-lutherische Stadtkirchenverband Hannover am Donnerstag mit. 250 Impfdosen seien vorrätig gewesen. Insgesamt wollten rund 400 wohnungs- und obdachlose Menschen eine Impfung gegen Covid-19 erhalten, weitere Impfdosen seien bereits angefragt.

Erster beim Impfen war der 43-jährige Helmut, der mit seinem Hund Asko kam. „Ich fühle mich erleichtert. Die Impfung bedeutet für mich, dass ich mich nun freier bewegen und unbeschwerter sein kann“, sagte er nach der Erstimpfung. Er könne sich seiner Familie wieder nähern. Die Pandemie habe sein Leben verändert: „Alles ist weggebrochen. Auch der Freundeskreis.“

Geimpft wurden die Menschen im Kontaktladen Mecki, einer Einrichtung des Diakonischen Werks. Zwei Impfteams waren im Einsatz. „Für die Menschen ist es wichtig, dass sie heute den Impfstoff erhalten“, sagte Pascal Allewelt, Sozialarbeiter im Kontaktladen. „Es ist ein großer organisatorischer Aufwand, aber es lohnt sich.“ Stadtsuperintendent Rainer Müller-Brandes betonte, es gehe „um Menschen, denen es wirklich schlecht geht“.

Jan-Felix Jasch

Curevac erwartet Zulassung im zweiten Quartal - hohe Verluste

14:41
15.04.2021
 Das Biotech-Unternehmen Curevac geht weiter davon aus, noch im zweiten Quartal des Jahres eine Zulassung für seinen Corona-Impfstoff zu erhalten. Die klinische Entwicklung befinde sich in der finalen Phase und die Daten für das rollierende Zulassungsverfahren durch die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) würden rechtzeitig erwartet, gab das Unternehmen am Donnerstag in Tübingen bekannt.

Zugleich habe eine zusätzliche Studie einen vollständigen Schutz vor der zuerst in Südafrika aufgetauchte Virusvariante B.1.351 durch den Corona-Impfstoff CnCoV nachgewiesen, hieß es.

Das Unternehmen hat für das Geschäftsjahr 2020 erneut hohe Verluste verzeichnet. Vor Steuern lag das Minus bei 129,8 Millionen Euro nach 100,1 Millionen Euro 2019, wie Curevac mitteilte. Zum Ergebnis nach Steuern wurden zunächst keine Angaben gemacht. Die Verluste seien vor allem durch die hohen Kosten für Forschung und Entwicklung des Corona-Impfstoffs begründet. Zum Teil seien diese durch Fördergelder etwa des Bundes ausgeglichen worden.

Jan-Felix Jasch