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Corona-Rekord in Indien: Knapp 127 000 Fälle an einem Tag

13:26
08.04.2021
Indien hat wieder einen neuen Höchstwert an Neuinfektionen mit dem Coronavirus erreicht. Innerhalb eines Tages seien 126 789 neue Infektionen erfasst worden, wie das indische Gesundheitsministerium am Donnerstag mitteilte. Demnach wurden auch 685 Todesfälle im Zusammenhang mit Corona registriert. In absoluten Zahlen ist Indien das am drittmeisten von Corona betroffene Land - nach Brasilien und den USA.

Trotzdem leben viele so, als gebe es kein Corona mehr. Sie feiern große hinduistische Feste und besuchen Regionalwahlveranstaltungen, bei denen viele Leute ohne Masken und Abstand zusammenkommen. Auch ansteckendere Virusmutanten dürften bei der Virus-Ausbreitung eine Rolle spielen.

Indien stellt Impfstoffe in Massenproduktion her - und bislang wurden nach offiziellen Angaben mehr als 90 Millionen Dosen verimpft. Aber in der größten Demokratie der Welt leben mehr als 1,3 Milliarden Menschen. Der Gesundheitsminister des besonders betroffenen und reichsten Bundesstaates Maharashtra hatte kürzlich gewarnt, dass dort bald der Impfstoff ausgehe. Aber vom indischen Gesundheitsminister Harsh Vardhan hieß es dazu, dass solche Aussagen leichtsinnig seien und Panik verbreiteten.

Angesichts der raschen Virus-Verbreitung in Indien will Neuseeland vorübergehend alle Einreisen aus dem Land verbieten. Es ist das erste Mal, dass Neuseeländerinnen und Neuseeländer nicht mehr in ihr eigenes Land dürfen. Ausländerinnen und Ausländern dürfen schon seit einem Jahr nicht mehr einreisen.

Michael Rabba

Öffnungen im Saarland: Geimpfte müssen weiter Schnelltest vorzeigen

12:40
08.04.2021
Um die seit Dienstag im Saarland möglichen Öffnungsangebote nutzen zu können, müssen auch Menschen, die bereits zwei Corona-Schutzimpfungen erhalten haben, weiterhin einen negativen Corona-Schnelltest vorweisen. Das teilte am Donnerstag die Landesregierung auf dpa-Anfrage mit. Es sei „aktuell nicht vorgesehen“, dass Menschen mit Impfschutz gegen Covid-19 etwa in der Außengastronomie oder im Fitnessstudio auch ohne Schnelltest vom Angebot Gebrauch machen können. Das zu erlauben, werde aber „sicher zu einem späteren Zeitpunkt in Betracht gezogen“, heißt es weiter.

Die Landesregierung begründet dieses Vorgehen mit dem bislang knappen Impfstoff. Es gebe noch zu wenig davon, „um möglichst allen Menschen ein Impfangebot machen zu können“, heißt es.

Michael Rabba

Mehrere Städte verschieben Start von Modellprojekten

12:16
08.04.2021
Mehrere Städte in Niedersachsen verschieben ihre Modellversuche zur Öffnung von Innenstädten in der Corona-Pandemie. Die Städte Oldenburg und Hildesheim kündigten am Donnerstag an, zunächst die Beratungen von Bund und Ländern zu möglichen schärferen Corona-Regeln am kommenden Montag abwarten zu wollen. Eigentlich war in diesen Städten der Start der Modellprojekte für den Montag (12. April) vorgesehen. In Oldenburg soll es nun erst am übernächsten Montag (19. April) losgehen, in Hildesheim am kommenden Donnerstag (15. April).

Angesichts der Diskussion um einen bundesweit einheitlichen möglichen Lockdown sei die Unsicherheit unter den Einzelhändlern und Gastbetrieben groß, sagte der Bürgermeister von Hildesheim, Ingo Meyer (parteilos). „Vor diesem Hintergrund haben wir heute entschieden, dass wir den Modellstart verschieben werden.“ Es sei etwa den Gastronomen nicht zuzumuten, über das Wochenende Waren einzukaufen, wenn dann zu Wochenbeginn möglicherweise wieder schärfere Corona-Regeln beschlossen werden würden.

Ähnlich äußerte sich auch ein Sprecher der Stadt Oldenburg. Zunächst wolle man die Ergebnisse der Bund-Länder-Beratungen abwarten. In Emden, Cuxhaven und Lüneburg wollten Vertreter aus Politik und Wirtschaft am Donnerstag über den genauen Startpunkt noch beraten. Dort ist der Start bislang für den 12. April vorgesehen. Andere Städte kündigten zuvor bereits einen späteren Start an.

Bereits am Mittwoch hatte die Stadt Braunschweig mitgeteilt, den zunächst am 12. April terminierten Projektstart auf den 15. April zu verschieben. Die 150 teilnehmenden Betriebe sollten so mehr Vorlauf in ihren Planungen bekommen, teilte die Stadt als Begründung mit.

Die Stadt Nienburg/Weser will dagegen an ihrem geplanten Starttermin am kommenden Montag (12. April) festhalten. „Wir versuchen es einfach“, sagte eine Stadtsprecherin. Noch liefen dafür die Vorbereitungen, Hinweisschilder etwa müssten noch gedruckt werden.

Die Landesregierung hatte 13 Städte für Modellversuche ausgewählt. Dabei sollen Läden, Theater und Kinos, Galerien, Fitnessstudios oder die Außengastronomie in Innenstädten öffnen dürfen. Voraussetzung für den Besuch ist ein aktueller negativer Corona-Test. Strenge Schutzmaßnahmen und Testkonzepte in den Projektgebieten sind ebenso Bedingung wie die Nutzung einer digitalen Kontaktnachverfolgung.

Michael Rabba