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Corona-Anstieg: Thailand legt Nachtleben in 41 Provinzen lahm

11:46
08.04.2021
Wegen eines Anstiegs der Corona-Zahlen in Thailand werden in Bangkok und 40 weiteren Provinzen alle Unterhaltungslokale für zwei Wochen geschlossen. Betroffen seien Bars, Pubs, Clubs und Karaoke-Lokale, berichtete die Zeitung „Bangkok Post“ am Donnerstag. Die Maßnahme trete in Kraft, sobald Ministerpräsident Prayut Chan-o-cha am Freitag den Plan unterzeichne, sagte der Sprecher des Zentrums für die Covid-19-Situationsverwaltung (CCSA), Taweesilp Visanuyothin.

Zuletzt waren neue Infektionsfälle vor allem in Nachtlokalen entdeckt worden. Zudem gebe es Angst vor einer Ausbreitung der britischen Variante in dem südostasiatischen Land, das bisher eher glimpflich durch die Krise gekommen ist, hieß es. Auch sorgen sich die Behörden wegen des traditionellen Neujahrsfests Songkran, das in der kommenden Woche gefeiert wird und zu dem Millionen Menschen unterwegs sind, um etwa ihre Familien zu besuchen.

Am Donnerstag seien 405 neue Fälle bestätigt worden, so das CCSA. Insgesamt hat Thailand damit bisher rund 30 300 Corona-Fälle verzeichnet, 95 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 offiziell gestorben.

Michael Rabba

Mecklenburg-Vorpommern will eine Million Impfstoff-Dosen Sputnik V

10:55
08.04.2021
Wie Bayern sichert sich auch Mecklenburg-Vorpommern noch vor der möglichen EU-Zulassung den Zugang zu dem russischen Corona-Impfstoff Sputnik V. Wie Landesgesundheitsminister Harry Glawe (CDU) am Donnerstag in Schwerin mitteilte, hat sich das Land gegenüber Russland eine Option auf eine Million dieser Impfdosen gesichert. „Wir sind aktuell noch in einer Phase, wo es große Abhängigkeiten von noch zu wenigen Herstellern gibt“, begründete Glawe den Vorstoß.

Mecklenburg-Vorpommern versuche auch eigene Wege zu gehen, um das Tempo und die Planbarkeit der Impfungen zu verbessern. „Wir sind interessiert an langfristigen Kooperationen mit Russland. Darüber hinaus prüft das Land, ob im Land ansässige Firmen eine Abfüllung oder Produktion ermöglichen könnten“, sagte Glawe.

In Bayern soll eine Firma im schwäbischen Illertissen den russischen Impfstoff produzieren. Eine entsprechende Absichtserklärung für die Produktion und den Import sei unterzeichnet, hieß es. Nach der Zulassung soll der Freistaat 2,5 Millionen Impfdosen erhalten.

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) prüft derzeit den Antrag auf Zulassung von Sputnik V in der EU. Im April werden Experten der EMA in Russland zur Begutachtung der Produktion und Lagerung des Impfstoffs erwartet. Russland gab das Mittel bereits Mitte August 2020 als weltweit ersten Corona-Impfstoff für eine breite Anwendung in der Bevölkerung frei. Mittlerweile haben in der medizinischen Fachpresse publizierte Daten dem Mittel hohe Wirksamkeit bescheinigt.

Michael Rabba