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Städtetag fordert strengere Corona-Regeln und kritisiert Lockerungen

12:56
06.04.2021
Im Ringen um eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen angesichts hoher Infektionszahlen hat sich der Deutsche Städtetag für strengere Regeln ausgesprochen. „Unsere Gesundheitsämter sagen, die Kontaktedauer, die es braucht, um sich anzustecken, ist viel, viel geringer bei der Virus-Mutation“, sagte Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy am Dienstag im rbb-Inforadio. „Und wir haben eine große Blackbox im Bereich Schule und Kita. Da sagen uns einige Großstädte, gerade im Bereich von Jugendlichen, von Kindern, gibt es sehr hohe Inzidenzwerte.“

Zwar sehe der Städtetag Lockerungen wie aktuell im Saarland nicht prinzipiell kritisch, allerdings müsse beispielsweise Restaurantbesitzern gezeigt werden, wie es danach weitergeht. Das Saarland hatte trotz steigender Infektionszahlen mit einem Ausstieg aus dem Lockdown. Nach Informationen des Deutschen Städtetags nehmen allerdings mehr als die Hälfte der Gastro-Unternehmen nicht an dem Modellversuch Teil, weil ihnen die Perspektive fehlt. Normalität könne es nur nach einem harten Lockdown geben, betonte Dedy.

„Also ich glaube, Impfen und Testen - das wird ein großes Thema sein“, sagte er. Demnach sollen Erst- und Zweitimpfung „möglichst lange“ auseinander liegen, damit mehr Menschen gleichzeitig ein Vakzin erhalten. Zudem forderte der Städtetag-Sprecher das Angebot an Schnelltests auszuweiten. „Vielleicht kommen wir irgendwann dahin, dass wir uns morgens nicht nur die Zähne putzen sondern auch einen Schnelltest machen“.

Mit Blick auf die kommende Bund-Länder-Runde, die nach aktuellem Stand am 12. April stattfinden soll, forderte Dedy eine bessere Vorbereitung. Das sei bei dem vergangenen Treffen „ganz offenkundig nicht der Fall“ gewesen.

Michael Rabba

Mehrere Corona-Fälle am Olympiastützpunkt Hannover

12:12
06.04.2021
Unter den Athleten am Olympia-Stützpunkt in Hannover hat es mehrere Corona-Fälle gegeben. Das Onlineportal „Sportbuzzer“ berichtete am Dienstag von mindestens 15 Fällen. Die Sportarten Schwimmen, Wasserball und Boxen sollen betroffen sein. Sprecherin Katharina Kümpel vom Landessportbund Niedersachsen (LSB) konnte die konkrete Zahl nicht bestätigen. Sie sprach von drei bestätigten Fällen im Sportinternat. Die Nachwuchssportler befinden sich in Quarantäne.

Im Sportinternat leben 65 Vollzeit-Internatsschüler, die nach den Ostertagen an diesem Dienstag zurückkehren und getestet werden sollten. „Das Sicherheitskonzept hat bis jetzt hervorragend funktioniert, alle wirken mit und alle halten sich daran“, sagte Kümpel der Deutschen Presse-Agentur. Zweimal pro Woche sollen bei allen Athletinnen und Athleten Corona-Tests durchgeführt werden.

Max Seidenfaden