Letztes Update:
20210401063845

Stimmung in Japans Industrie hellt sich deutlich auf

06:10
01.04.2021
Die Stimmung in den Manageretagen der japanischen Großindustrie hat sich nach den schweren Einbrüchen wegen der Corona-Pandemie überraschend deutlich aufgehellt. Wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Quartalsumfrage („Tankan“) der japanischen Notenbank unter rund 10 000 Unternehmen des Landes hervorgeht, stieg der darin ermittelte Stimmungsindex für die großen Produktionsunternehmen zum März von minus 10 auf plus 5. Damit sind die Optimisten in der Industrie erstmals seit sechs Quartalen in der Mehrheit. Viele Ökonomen in Tokio hatten zwar mit einer weiteren Verbesserung der Stimmung gerechnet, allerdings nicht so deutlich.

Die Börse in Tokio reagierte auf die überraschend guten Umfrageergebnisse mit Kursaufschlägen. Seit nunmehr drei Quartalen in Folge hellt sich die Stimmung in den Manageretagen der vor Deutschland drittgrößten Volkswirtschaft der Welt auf. Viele Ökonomen hatten jedoch damit gerechnet, dass der Index für die Großindustrie zum März zwar weiter stiegt, aber noch im Minus-Bereich liegen würde.

Jan-Felix Jasch

Steigende Corona-Infektionen in Japan überschatten Olympia-Fackellauf

05:51
01.04.2021
Japans Olympia-Machern droht wegen wieder steigender Corona-Infektionszahlen ein weiterer Rückschlag. Der Gouverneur der Präfektur Osaka, Hirofumi Yoshimura, sprach sich am Donnerstag dagegen aus, dass der kürzlich begonnene Fackellauf für die in weniger als vier Monaten geplanten Olympischen Spiele durch die Großstadt Osaka führt. Der noch in diesem Monat geplante Lauf durch die Präfektur-Hauptstadt sollte abgesagt werden, so Yoshimura. Grund sind die in Osaka wieder deutlich steigenden Corona-Infektionszahlen. Am Vortag wurden dort innerhalb von 24 Stunden 599 Neuinfektionen gemeldet. Auch in der Hauptstadt Tokio ist die Zahl der Neuinfektionen zuletzt wieder gestiegen, am Mittwoch lag sie bei 414.

Erst vor kurzem hatte die konservative Regierung des Landes nach mehr als zwei Monaten den Notstand aufgehoben. Seither gehen wieder viele Menschen aus, zumal die Kirschblütenzeit begonnen hat. Auch andernorts nimmt die Sorge vor einer vierten Infektionswelle im Lande zu. Angesichts dieser Entwicklung hat die Zentralregierung nun entschieden, dass die besonders betroffenen Präfekturen Osaka und Hyogo sowie Miyagi im Nordosten auf eigene Faust striktere Maßnahmen zum Schutz gegen das Coronavirus ergreifen dürfen. So können die Behörden Strafen gegen Firmen wie Restaurants und Bars verhängen, wenn sich diese nicht an das Gebot kürzerer Öffnungszeiten halten.

Jan-Felix Jasch

Für 1,1 Millionen Menschen in Region Hannover beginnt Ausgangssperre

04:37
01.04.2021
Für 1,1 Millionen Menschen in und um Hannover beginnt in der Nacht zu Donnerstag (22.00 Uhr) eine nächtliche Ausgangssperre. Bis zum 12. April dürfen die Menschen zwischen 22 und 5 Uhr ihre Wohnungen und Häuser nur aus einem triftigen Grund verlassen. Zudem gibt es eine Erweiterung der Maskenpflicht im öffentlichen Raum. Die Region Hannover erließ die Maßnahme genau wie zahlreiche andere Kommunen in Niedersachsen wegen hoher Corona-Zahlen.

Gestützt auf die aktuelle niedersächsische Corona-Verordnung erließen die Kreise für ihr Gebiet Allgemeinverfügungen. Die neue Landesverordnung schreibt eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 150 vor.

In den Landkreisen Peine, Wesermarsch, Bremerhaven, Emsland, Cloppenburg und in Teilen des Kreises Celle sowie in Bremen haben nächtliche Ausgangssperren bereits begonnen. In manchen Kommunen gilt die Ausgangssperre bereits ab 21.00 Uhr. Informationen dazu finden Bürgerinnen und Bürger auf den Internetseiten ihrer Städte und Gemeinden. Andere Kreise und Städte wie Osnabrück, Oldenburg und Salzgitter beschlossen ebenfalls Ausgangssperren. Im Kreis Gifhorn solle das Ausgehverbot ab Freitag gelten.

Jan-Felix Jasch