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20210331123356

Deutsche Amtsärzte fordern konsequenten Lockdown

11:10
31.03.2021
Die deutschen Amtsärzte fordern in der Corona-Pandemie einen konsequenten Lockdown. „Lockerungen führen dazu, dass die Menschen zu viele Kontakte haben“, sagte die Vorsitzende des Bundesverbandes der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, Ute Teichert, der „Rheinischen Post“ (Mittwoch). Verbunden mit hohen Fallzahlen werde die Nachverfolgbarkeit für die Gesundheitsämter „schwierig bis unmöglich“, so Teichert weiter. „Und wenn wir die Kontakte von Infizierten nicht nachverfolgen können, dann gerät die Pandemie vollends außer Kontrolle.“

Die Impfungen könnten die dritte Welle, inmitten der man sich befinde, noch nicht brechen, so Teichert. Die Fallzahlen zu senken sei daher entscheidend. „Dies ist nur mit einem konsequenten Lockdown machbar“, betonte die Amtsärztin.

Außerdem fehle in den Gesundheitsämtern weiterhin Fachpersonal, kritisierte sie. Parallel zum Lockdown müssten zudem Konzepte entwickelt werden, wie mit einer Test- und Impfstrategie sowie mit Apps zur digitalen Nachverfolgung Lockerungen möglich seien - „aber erst, wenn die Fallzahlen unten sind“.

Jan-Felix Jasch

Niedersachsen sieht keinen Impfstau nach Astrazeneca-Beschränkung

10:40
31.03.2021
Niedersachsen befürchtet keinen Impfstau nach der Empfehlung, das Vakzin von Astrazeneca in der Regel nur noch für Menschen ab 60 Jahren einzusetzen. „Da sehen wir aktuell kein Problem, den Impfstoff verimpft zu bekommen“, sagte die Sprecherin des Sozialministeriums, Stefanie Geisler, am Mittwoch in Hannover. In den Impfzentren müssten allerdings einige Termine umgebucht werden, an einzelnen Stellen könne es etwas ruckeln. Mehrheitlich werden in den Impfzentren aber die Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna eingesetzt.

Ab der nächsten Woche beginnen laut Geisler die Impfungen in den Arztpraxen, wo ausschließlich der Impfstoff von Astrazeneca eingesetzt wird. „Wir müssen gucken in den nächsten Tagen, wie die Menschen sich verhalten.“ Diese Woche habe das Land 155.600 Astrazeneca-Dosen erhalten, in der nächsten Woche werden 43.200 Dosen erwartet.

Rund 38.000 Menschen unter 61 Jahren warten nach einer Erstimpfung mit Astrazeneca auf eine Zweitimpfung, die eigentlich ab dem 12. April erfolgen sollte. Abgewartet wird nun eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission, wie hier zu verfahren ist. Zwar könnten diese Zweitimpfungen um drei Wochen aufgeschoben werden. Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) drängt allerdings auf eine schnelle Entscheidung. Nötig sei eine klare Empfehlung der Impfkommission, ob man die Zweitimpfung mit Astrazeneca oder einem anderen Impfstoff vollenden kann.

Jan-Felix Jasch