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Göring-Eckardt: Strengere Maßnahmen unausweichlich - „war absehbar“

17:01
30.03.2021
Strengere Corona-Maßnahmen sind aus Sicht von Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt unausweichlich und waren absehbar. „Dass trotz aller Warnungen wochenlang nicht gehandelt wurde, hat uns im Kampf gegen das Virus meilenweit zurückgeworfen und für einen massiven Vertrauensverlust gesorgt“, sagte Göring-Eckardt den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Dass jetzt strengere Maßnahmen unausweichlich sind, war absehbar und ist die unweigerliche Folge des inkonsequenten Hin-und-Her. So kann und darf es nicht weitergehen.“

Die Grünen-Politikerin forderte die Bundesregierung auf, einen „Wellenbrecher-Plan“ vorzulegen, „mit dem Kontakte und Infektionen reduziert werden und der dann am besten von Bundestag und Bundesrat beschlossen wird“. Diese Maßnahmen müssten sich auch endlich wieder an der wissenschaftlichen Realität orientieren, sagte Göring-Eckardt.

Die Fraktionschefin sieht zudem einen Missbrauch von Corona-Modellprojekten. „Genau jetzt die Idee von Modellprojekten zu missbrauchen und großflächig zu öffnen, ohne echte Sicherheit bieten zu können, ist absolut unverantwortlich und ein gefährliches Spiel mit der Gesundheit vieler Menschen“, sagte Göring-Eckardt den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Modellprojekte müssen dazu dienen, in kontrollierbarem Rahmen Erfahrungen zu sammeln, nicht um breite Lockerungen schönzureden.

Jan-Felix Jasch

Ständige Impfkommission empfiehlt Astra-Zeneca nur noch für über 60-Jährige

16:53
30.03.2021
Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt eine Corona-Impfung mit Astrazeneca nur noch für über 60-Jährige. Wie die am Robert Koch-Institut angesiedelte Expertengruppe am Dienstag mitteilte, habe man sich auch unter Hinzuziehung externer Experten „mehrheitlich“ für diese Empfehlung entschieden. Grundlage seien die derzeit verfügbaren Daten zum Auftreten „seltener, aber sehr schwerer thromboembolischer Nebenwirkungen“. Diese seien 4 bis 16 Tage nach der Impfung ganz überwiegend bei Personen im Alter unter 60 Jahren aufgetreten.

Zur Zweitimpfung von Menschen, die bereits die erste Dosis Astrazeneca erhalten haben, will die Stiko bis Ende April eine Empfehlung abgeben. Nach dem Impfstart mit dem Vakzin Anfang Februar und bei einem empfohlenen Abstand von 12 Wochen zur ersten Impfung seien die ersten Zweitimpfungen Anfang Mai vorgesehen, hieß es weiter.

Eine Entscheidung über den weiteren Einsatz von Astrazeneca wurde für den Abend erwartet. Zunächst waren Beratungen der Gesundheitsminister von Bund und Ländern geplant, anschließend ein Gespräch der Ministerpräsidenten der Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Hintergrund der Diskussionen sind Hirnvenenthrombosen, die zuletzt im zeitlichen Zusammenhang mit Impfungen aufgetreten waren, vorwiegend bei Frauen unter 55.

Michael Rabba

100.000. Impfung im Bremer Impfzentrum an der Bürgerweide

16:26
30.03.2021
Im Impfzentrum an der Bürgerweide wurde am Dienstag die 100.000. Impfdose gegen das Corona-Virus verimpft. Es handelte sich um die Zweitimpfung einer 90 Jahre alten Frau, teilt das Gesundheitsressort mit. Bis Montag,  29. März, haben insgesamt 71.461 Personen in der Stadtgemeinde Bremen die erste Impfung und damit einen ersten Schutz erhalten, so die Behörde.  "28.201 weitere Personen haben mit ihrer Zweitimpfung bereits den vollen Schutz." 
Die 100.000 Impfung sei ein "Meilenstein in der Bekämpfung der Corona-Pandemie", kommentiert Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard. Auch über Ostern werden in den Impfzentren in der Stadt Bremen Impfungen durchgeführt. Weit über 10.000 Impfungen täglich wären im Impfzentrum an der Bürgerweide möglich, wenn genug Impfstoff zur Verfügung stehen würde. "Ich hoffe sehr, dass wir ab Mai eine höhere Kapazität an Impfstofflieferungen erhalten und so vielen weiteren Bremerinnen und Bremern ein Impfangebot machen können."
Die Impfzentren in der Stadt Bremen haben auch über die Osterfeiertage zu den üblichen Zeiten geöffnet. Auch für den Ostersonntag und Ostermontag können Impftermine vereinbart werden. In Bremerhaven wird das Impfzentrum am Karfreitag geöffnet sein.
Derzeit erhalten alle 70 bis 79-Jährigen eine Impfeinladung. Die letzten Briefe werden in der nächsten Woche verschickt. Gleichzeitig wird das Klinikpersonal, priorisierte Arztpraxen, Beschäftigte in Kindertagesstätten und Grundschulen sowie in priorisierten Einrichtungen geimpft.

Michael Rabba