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Berlin stoppt Modellprojkte für Kultur und Sport

11:58
28.03.2021
Wegen steigender Corona-Zahlen werden Modellprojekte für Kultur- oder Sportveranstaltungen mit Zuschauern in Berlin gestoppt. Das kündigte der Regierende Bürgermeister Michael Müller am Samstagabend nach einer Senatssitzung an. „Es ist völlig klar, dass die Modellprojekte, die wir uns vorgenommen haben, für Kultur, für Sport, möglicherweise für Gastronomie, so jetzt nicht weiter umgesetzt werden können“, sagte der SPD-Politiker. Sie würden zurückgestellt.

Bisherige Projekte wie das Konzert in der Berliner Philharmonie mit 1000 Besuchern oder ein Theaterabend im Berliner Ensemble vor einer Woche seien sehr erfolgreich umgesetzt worden, so Müller. „Ich finde es auch richtig, dass man immer wieder guckt, wie man mit zusätzlichen Möglichkeiten beim Impfen und beim Testen Dinge auch ermöglicht. Aber wir sind im Moment in einer Situation, wo man das nicht nahtlos weiterführen kann.“ Denn solche Veranstaltungen hätten Kontakte und damit neuen Infektionsrisiken zur Folge.

Jean-Pierre Fellmer

Gut 277 000 Corona-Impfungen - Hamburg ist beim Impftempo im Mittel

11:28
28.03.2021
Gut drei Monate nach Beginn der Corona-Impfungen sind in Hamburg 276 740 Dosen verabreicht worden. Nach den jüngsten Angaben des Robert Koch-Instituts erhielten bis einschließlich Freitag 191 233 Hamburger eine Erst- und 85 507 von ihnen bereits eine Zweitimpfung. Mit dem Impftempo liegt Hamburg im Ländervergleich im Mittelfeld. Bei den Erstimpfungen liegt die Quote bei 10,4 Prozent, bei den Zweitimpfungen bei 4,6 Prozent. Das entspricht fast genau dem bundesweiten Durchschnitt mit ebenfalls 10,3 beziehungsweise 4,5 Prozent. Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hatte vor wenigen Tagen versichert: „Wir sind nicht langsam im Impfen. Wir haben zu wenig Impfstoff.“

Am 27. Dezember hatte eine 84 Jahre alte Bewohnerin des Hospitals zum Heiligen Geist in Hamburg-Poppenbüttel die erste Impfdosis bekommen. Inzwischen seien weite Teile der ersten Prioritätsgruppe, also der über 80-Jährigen sowie der Pflegeheimbewohner und -beschäftigten immunisiert, teilte die Gesundheitsbehörde mit. Mobile Impfteams suchten zurzeit Seniorenwohnanlagen und Behinderten-Einrichtungen auf. Seit Donnerstag können sich auch jeweils zwei Angehörige von Pflegebedürftigen, die zu Hause leben, impfen lassen. 27 Schwerpunktpraxen können ebenfalls Spritzen gegen das Coronavirus geben und rufen dazu gezielt Patienten mit Vorerkrankungen auf.

Nach Ostern sollen auch Menschen im Alter zwischen 75 und 80 Jahren eine Einladung zum Impfen bekommen. Nach Erhalt des Briefes können sie einen Termin im Impfzentrum vereinbaren. Das Impfzentrum werde auch über die kommenden Feiertage wie gewohnt weiterarbeiten, sagte ein Sprecher der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg.

Michael Rabba