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Söder kritisiert andere Bundesländer: Ernst der Lage nicht verstanden

10:48
28.03.2021
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) kritisiert die Corona-Politik seiner Kollegen. „Die Corona-Lage spitzt sich zu, einige Länder haben den Ernst der Lage leider noch nicht verstanden“, sagte er der „Augsburger Allgemeinen“ (Montagsausgabe). Zur zuletzt aufgekommenen Debatte um mögliche neue Gespräche zwischen Bund und Ländern zu Corona-Maßnahmen sagte er: „Es braucht nicht ständig neue Gespräche, sondern die konsequente Umsetzung der Notbremse.“

Söder forderte, dass die Notbremse überall in Deutschland bei einer Inzidenz über 100 automatisch greifen müsse. „Der Flickenteppich in der Corona-Bekämpfung muss beendet werden, dazu gehören Ausgangsbeschränkungen wie in Bayern und Baden-Württemberg“, betonte er. „Die braucht es jetzt in allen Städten und Landkreisen in Deutschland bei einer Inzidenz über 100.“

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hatte am Samstag für Anfang der Woche weitere Gespräche zwischen Bund und Ländern über einen harten Lockdown in Aussicht gestellt, allerdings nicht unbedingt im großen Format. „Wir müssen das auch mit anderen Ländern vorbesprechen, mit dem Bundeskanzleramt. Wir sehen halt, die Zahlen rasen förmlich hoch“, sagte Kretschmann er am Samstagabend in Stuttgart. Bei den Gesprächen am Montag und Dienstag müsse man „zu Klarheit kommen“.

Michael Rabba

Corona-Inzidenz in Niedersachsen steigt weiter an

09:58
28.03.2021
Die dritte Corona-Welle baut sich auch in Niedersachsen weiter auf. Am Sonntag blieb die Zahl der Neuinfektionen im Nordwesten auf hohem Niveau. Bis zum Morgen seien dem Landesgesundheitsamt insgesamt 1442 bestätigte Ansteckungen mit dem Coronavirus zusätzlich gemeldet worden, teilte das Sozialministerium in Hannover mit - etwas weniger als die 1573 gemeldeten Neuinfektionen am Vortag, aber deutlich mehr als am Sonntag vor einer Woche, als 1196 neue Fälle gemeldet worden waren. Die Sieben-Tages-Inzidenz stieg auf 100 000 Einwohner gerechnet auf durchschnittlich 118, nach 114 am Samstag.

Einen Inzidenzwert von über 100 verzeichnen nun mittlerweile 23 der 45 niedersächsischen Landkreise und kreisfreien Städte. In vielen Orten könnte sich damit eine Rücknahme der jüngsten Lockerungen abzeichnen. In vier Gebieten hatte die wichtige Maßzahl bis zum Sonntag sogar die 200er Marke überschritten. Dies waren die Städte Salzgitter (215,7) und Osnabrück (200,9), der Landkreis Cloppenburg (202,1) sowie - neu hinzugekommen - der Kreis Emsland (211,7).

Drei weitere Menschen starben im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. Die Gesamtzahl beträgt in Niedersachsen jetzt 4810.

Michael Rabba