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20210324191144

Niedersachsen prüft nach Absage von Osterlockdown härtere Schritte

18:41
24.03.2021
Nach der Absage des Osterlockdowns prüft Niedersachsen härtere Corona-Beschränkungen über die Feiertage. „Wir werden die Dinge nicht einfach laufen lassen können“, sagte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Mittwoch in Hannover. Innerhalb der Landesregierung werde nun das weitere Vorgehen beraten. Zu den Möglichkeiten könnten neben dem Beschränken von Tagesausflügen auch Ausgangsbeschränkungen gehören, die im Bund-Länder-Beschluss für Hochinzidenzregionen genannt werden.

„Auf jede nicht unbedingt notwendige Mobilität und auf alle nicht unbedingt notwendigen direkten Begegnungen mit Menschen jenseits des eigenen Haushalts muss bitte unbedingt verzichtet werden“, appellierte Weil. „Wir müssen in Niedersachsen in den nächsten zwei Wochen das öffentliche Leben so weit wie irgend möglich herunterfahren, und zwar freiwillig und bitte auch über die staatlich angeordneten Maßnahmen hinaus.“

Nach der Absage der geplanten Osterbeschränkungen durch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) übernahm Weil auch persönlich Verantwortung. „Mir ist bewusst, dass damit bei den Bürgerinnen und Bürgern ein Vertrauensschaden entstanden ist, das tut mir sehr leid.“

Malte Bürger

Neue Corona-Beschränkungen auf Island

17:53
24.03.2021
Eigentlich sah alles richtig gut aus in Sachen Corona, doch nach einer Reihe von Neuinfektionen führt das kleine Island wieder verschärfte Beschränkungen ein. Zusammenkünfte mit mehr als zehn Teilnehmern werden ab Mitternacht verboten, Schulen bis nach Ostern geschlossen, wie Ministerpräsidentin Katrín Jakobsdóttir und ihre Regierung am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Reykjavik bekanntgaben. Auch Kneipen, Fitnessstudios, Schwimmbäder und Nachtclubs bleiben vorerst dicht, Restaurants müssen nun bereits um 22.00 Uhr schließen. Grund dafür ist eine Zunahme der Corona-Fälle, darunter unter Kindern einer Schule in Reykjavik.

Die kleine Nation im Nordatlantik mit ihren gerade einmal 360 000 Einwohnern hatte zuvor auf die Bevölkerung gerechnet die mit Abstand niedrigsten Neuinfektionszahlen aller Länder im Europäischen Wirtschaftsraum verzeichnet. Bislang hat die Insel rund 6150 Infektionen und 29 damit in Verbindung stehende Todesfälle registriert.

Malte Bürger