Letztes Update:
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Inzidenz über 100: Hamburg zieht die Corona-Notbremse

10:19
19.03.2021
Nach drei Tagen mit Inzidenz-Werten über 100 hat Hamburg am Freitag die Corona-Notbremse gezogen. Damit werden von Samstag an die erst Anfang vergangener Woche vollzogenen Öffnungsschritte wieder rückgängig gemacht, sagte Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD).

Patrick Reichelt

DFL-Präsidium plant Verschärfung des Hygienekonzepts

09:44
19.03.2021
Die Deutsche Fußball Liga plant eine Verschärfung des Hygienekonzepts. Nach dpa-Informationen will das Präsidium in der kommenden Woche tägliche Corona-Schnelltests bei den 36 Erst- und Zweitligisten ab dem 1. April beschließen. Ausgenommen von der neuen Regelung sollen nur die Tage sein, an denen es keine Kontakte innerhalb der Mannschaft gibt. Die bisher vorgeschriebenen zwei PCR-Tests pro Woche werden weiterhin durchgeführt. Zuerst hatte die „Bild“-Zeitung (Freitag) darüber berichtet.

Das DFL-Präsidium reagiert damit offenbar auf die sich häufenden Corona-Fälle im Profifußball, die zuletzt zu mehreren Spielausfällen in der 2. Bundesliga geführt hatten. Derzeit befinden sich die Spieler von Holstein Kiel und Hannover 96 in der Quarantäne, davor hatte es Jahn Regensburg erwischt.

Max Seidenfaden

Handel warnt vor Verlust von bis zu 120 000 Geschäften durch Lockdown

09:38
19.03.2021
Bei einer Fortsetzung des Lockdowns im Einzelhandel droht nach Einschätzung des Handelsverbandes Deutschland (HDE) der Verlust von bis zu 120 000 Geschäften in der Bundesrepublik. Die Folgen für die Innenstädte und das gesellschaftliche Leben würden verheerend sein, warnte der HDE-Präsident Josef Sanktjohanser in einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

Der HDE-Präsident appellierte in dem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Schreiben an die Kanzlerin, bei dem Corona-Gipfel von Bund und Ländern am Montag einen „längst überfälligen Strategiewechsel bei der Pandemiebekämpfung einzuleiten“. Als Beurteilungsmaßstab für das weitere Handeln dürfe nicht länger ausschließlich die Entwicklung des Inzidenzwertes dienen. Vielmehr müssten auch andere Aspekte wie die Auslastung der Intensivkapazitäten und der Anteil schwerer Krankheitsverläufe sowie die vermehrten Tests berücksichtigt werden. Der Handel sei bereit, seinen Beitrag zu leisten, um eine „zeitnahe komplette Öffnung aller Geschäfte“ unter Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln zu ermöglichen.

Den Einzelhändlern werde derzeit ein Sonderopfer für das allgemein gesetzte Ziel der Kontaktreduzierung abverlangt, ohne dass sie dafür ausreichend entschädigt werden, klagte Sanktjohanser. „Die Städte, Parks und Grünanlagen sind voller Menschen, die Straßen sind voll, viele Unternehmen arbeiten normal, nur Handel, Gastronomie und Hotellerie sind weiterhin geschlossen. Dieses tagtägliche Bild macht die betroffenen Händler wütend und verzweifelt“, schrieb der HDE-Präsident. Denn auch das von der Regierung gegebene Versprechen, gesunde Unternehmen durch Staatshilfen zu retten, werde bei weitem nicht gehalten.

Patrick Reichelt