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Slowakei verlängert Notstand und verbietet Urlaubsreisen

20:10
17.03.2021
Die slowakische Regierung hat am Mittwoch den schon seit 1. Oktober geltenden Notstand verlängert. Er wäre am Freitag (19. 3.) ausgelaufen, gilt nun aber weitere 40 Tage bis 28. April. Der Notstand erlaubt den Behörden unter anderem die Zwangsrekrutierung und -verlegung von Gesundheitspersonal sowie das Verhängen von Ausgangssperren. Die Opposition warf der Vier-Parteien-Koalition des populistisch-konservativen Ministerpräsidenten Igor Matovic vor, die Notstandsregeln zu missbrauchen, um Proteste zu verbieten.

Zugleich beschloss die Regierung ein Verbot von touristischen Auslandsreisen und verschärfte damit die bestehenden Ausgangsbeschränkungen. Das Kabinett reagierte damit auf Kritik an den bisherigen Notstandsregeln. Diese schränkten zwar die Bewegungsfreiheit im Inland stark ein, um die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen, erlaubten aber Auslandsurlaube. Bei allen sieben bisher in der Slowakei bestätigten Fällen der sogenannten südafrikanischen Variante des Virus handelte es sich um Reiserückkehrer, zum Beispiel aus Tansania.

Die Slowakei verzeichnet seit Wochen mehr Corona-Tote im Verhältnis zur Bevölkerungszahl als jedes andere Land Europas. Die Regierung kann sich aber seit Monaten nicht auf eine klare Strategie zur Pandemiebekämpfung einigen und steht deshalb vor dem Zerfall. Zwei der vier Regierungsparteien drohten ultimativ mit dem Verlassen der Koalition, falls Matovic die Führung der Regierung nicht an einen anderen Politiker übergibt. Meinungsumfragen prophezeien der Koalition im Falle von Neuwahlen eine schwere Niederlage.

DFB sagt alle Nachwuchslehrgänge außer bei U21 ab

18:46
17.03.2021
Der Deutsche Fußball-Bund hat wegen der aktuellen Corona-Lage alle im März geplanten Lehrgänge für seine Nachwuchsteams mit Ausnahme der U21 abgesagt. Der Verband reagiert damit auf die erneut steigenden Fallzahlen in Deutschland. Betroffen sind im männlichen Nachwuchsbereich alle Altersklassen von der U15 bis zur U19 sowie bei den Juniorinnen die U15 und U16.

Da die Sicherheit für alle Beteiligten an erster Stelle stehe, sei diese Entscheidung alternativlos, teilte der DFB am Mittwoch mit. Ausgenommen davon sei nur das Team von Trainer Stefan Kuntz, das vom 24. bis 31. März an der Gruppenphase der U21-EM teilnehmen wird.

Wegen Corona: Kieler Woche erneut auf September verschoben

18:46
17.03.2021
Wegen der weiterhin angespannten Corona-Lage wird die Kieler Woche erneut von Ende Juni auf September verschoben. „Mit dem Ausbau der Teststrategie und dem Fortschritt bei den Impfungen werden wir im September hoffentlich in einer Situation sein, in der eine Kieler Woche näher am "Original" möglich sein wird“, sagte Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) am Donnerstag. Bereits 2020 hatte das Sommerfest erst im September und anders als gewohnt stattgefunden.

Die Kieler Woche lebe „von Spontaneität und besonderen Gemeinschaftserlebnissen“, sagte Kämpfer. Die Stadt könne wegen der Corona-Pandemie aber „auch nicht ausschließen, dass trotz der Verlegung doch noch eine Absage notwendig wird“.

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) unterstützte die Entscheidung der Stadt zur Verschiebung. „Die Aussichten auf eine richtige Kieler Woche wachsen mit jedem weiteren Monat“, sagte der Regierungschef. „Dieses tolle Festival wird deshalb im September weit mehr bieten können als im Juni. Die Kieler Woche wird stattfinden. Das ist ein gutes Signal.“

Im vergangenen Jahr hatte Corona die Veranstalter veranlasst, auf ein Volksfest mit viel Musik und Trubel zu verzichten. Insgesamt wurden 38.000 Tickets für Veranstaltungen gebucht, 44.000 standen zur Verfügung. Online hatten Livestreams von Konzerten auf diversen Kanälen 195 000 Zuschauer.

Unter normalen Bedingungen hatte die Kieler Woche noch 2019 mehr als 3,5 Millionen Besucher aus gut 70 Ländern angelockt. In diesem Jahr plant die Stadt wieder mehr Veranstaltungen. Das Sommerfest soll wieder Leichtigkeit ausstrahlen.