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20210313154155

Trotz Demo-Verbots: Proteste gegen Corona-Politik in Dresden

15:41
13.03.2021
In Dresden haben sich am Samstag trotz des Verbots der „Querdenken“-Demonstration nach Polizei-Angaben Hunderte Kritiker der Corona-Maßnahmen in der Stadt versammelt. „Wir sind seit den frühen Morgenstunden unterwegs, um das Versammlungsverbot durchzusetzen“, sagte ein Polizeisprecher am Samstag. Die Lage sei „sehr dynamisch“. So hatten sich demnach am frühen Nachmittag mehrere Hundert Menschen vor dem Kongresszentrum in der Nähe des Landtages versammelt. Dort hatte eigentlich die als rechts geltende Gruppierung „Heidenauer Wellenlänge“ eine Kundgebung angemeldet. Es kamen laut Polizei aber weitaus mehr als die angemeldeten 150 Teilnehmer.

Die Demonstranten kritisierten mit Sprüchen die Corona-Maßnahmen, viele trugen laut Polizei keine Maske und achteten nicht auf Mindestabstände. Das Geschehen war laut einem dpa-Reporter zeitweise unübersichtlich, die Stimmung teils angespannt. Die Polizei forderte die Menschen mehrfach auf, den Ort zu verlassen. Immer wieder waren etwa Rufe zu hören wie „Die Pandemie ist vorbei“. Wasserwerfer wurden am Ostragehege nahe der Innenstadt in Stellung gebracht, um das dortige Impfzentrum abzusichern.

Sarah Haferkamp

Astrazeneca-Lieferprobleme - Auswirkungen auf Bayern unklar

15:11
13.03.2021
Nach Bekanntwerden drastischer Lieferprobleme des Corona-Impfstoffs Astrazeneca sind die Konsequenzen für Impfungen in Bayern unklar. „Wir werden die genauen Auswirkungen sorgfältig prüfen“, sagte ein Sprecher des bayerischen Gesundheitsministeriums am Samstag auf Anfrage in München. Für die kommende Woche solle sich erstmal nichts ändern: „Die Auslieferungen von Impfstoff an die Impfzentren in der kommenden Woche laufen wie geplant“, betonte der Sprecher. Weitere Angaben machte er nicht.

Thüringen hatte zuvor die Vergabe von Impfterminen gestoppt und den geplanten Start von Impfungen beim Hausarzt verschoben. Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) bezeichnete die angekündigte Lieferkürzung als „absolut inakzeptabel“.

Ihr bayerischer Amtskollege Klaus Holetschek (CSU) hatte Freitag erst bekanntgegeben, dass die bayerischen Hausärzte schon am 1. April und damit früher als anderswo in Deutschland mit dem Impfen starten sollen. Ob sich an dieser Strategie angesichts der Lieferprobleme etwas ändert, blieb zunächst offen.

Der Hersteller Astrazeneca hatte am Freitag angekündigt, statt der zuletzt anvisierten 220 Millionen Dosen nur noch 100 Millionen bis zur Jahresmitte an die EU-Staaten zu liefern. Der Konzern begründete dies unter anderem mit Exportbeschränkungen.

Sarah Haferkamp

Hunderte protestieren in Stuttgart gegen Corona-Politik

14:37
13.03.2021
Unter dem Motto „Es reicht“ haben am Samstag in Stuttgart Hunderte Menschen gegen ein Jahr Lockdown-Politik, Schulschließungen, Isolation und Pleiten demonstriert. Ihre Zahl lag weit über den ursprünglich angemeldeten 750 Teilnehmern, sagte ein Polizeisprecher. Angaben zur genauen Zahl konnte der Sprecher nicht machen. Zu Beginn der Kundgebung am Schlossplatz hätten 80 bis 90 Prozent der Demonstranten weder Masken getragen noch den vorgeschriebenen Mindestabstand eingehalten - trotz Lautsprecherdurchsagen und gezielter Ansprache durch Polizeibeamte.

Nachdem der Veranstalter die Versammlung wegen des schlechten Wetters für beendet erklärt habe, hätten sich die Protestierenden in verschiedenen Aufzüge geteilt. In kleinerer Besetzung seien sie dann jeweils durch die Stadt gezogen, sagte der Polizeisprecher weiter. Unter anderem waren sie in der Innenstadt unterwegs auf der Einkaufsmeile Königstraße sowie beim Landtag entlang der Bannmeile.

Aufgerufen zu der bundesweiten Aktion in 16 Städten hatte die Initiative „Menschen wie du und ich“.

Patrick Reichelt