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20210313143750

RKI rechnet in Osterwoche mit mehr Infektionen als an Weihnachten

14:00
13.03.2021
Das Robert Koch-Institut prognostiziert in der Woche nach Ostern höhere Neuinfektionszahlen als rund um Weihnachten. „Die Extrapolation der Trends zeigt, dass mit Fallzahlen über dem Niveau von Weihnachten ab KW 14 zu rechnen ist“, heißt es im Lagebericht vom Freitagabend. Die Kalenderwoche 14 beginnt am 5. April, dem Ostermontag. Die Inzidenz könnte dann bei 350 liegen. Demnach zeigt sich bei der Variante B.1.1.7 ein exponentiell ansteigender Trend der Sieben-Tage-Inzidenz seit der zweiten Kalenderwoche. Alle zwölf Tage habe sich diese verdoppelt. Demgegenüber zeige der Verlauf bei allen übrigen Varianten einen Rückgang um etwa 19 Prozent pro Woche. Diese beiden Trends würden sich zurzeit noch überlagern, was insgesamt zu der nur langsam ansteigenden Sieben-Tage-Inzidenz der vergangenen vier Wochen geführt habe.

Die Gesundheitsämter in Deutschland hatten dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 12 674 Corona-Neuinfektionen gemeldet - und damit 3117 mehr als vor genau einer Woche. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Samstagmorgen mit 76,1 deutlich höher als am Vortag (72,4). Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 239 weitere Todesfälle verzeichnet.

Patrick Reichelt

Niedersachsen präzisiert Corona-Verordnung

12:59
13.03.2021
Die niedersächsische Corona-Verordnung ist überarbeitet worden. Wie die Sprecherin der Landesregierung, Anke Pörksen, am Samstag mitteilte, dürfen bei einer Inzidenz unter 35 bis zu zehn Personen aus bis zu drei Haushalten gemeinsam Sport treiben. Festgelegt wurde zudem, dass beim Terminshopping im Einzelhandel, einem Bemusterungs- oder Anprobetermin und bei Besuchen etwa in Museen, Gedenkstätten und Zoos die Kontaktdaten zusammen mit dem Termin dokumentiert werden müssen. Bemusterungstermine sind nach der neuen Verordnung Termine zur Vorbereitung des Innen- und Außenausbaus eines Gebäudes oder einer Wohnung. Als Anprobetermin gilt die Anprobe individuell hergestellter oder geänderter Kleidung.

Für Kitas und Schulen in Regionen mit hoher Inzidenz gelten erst dann härtere Einschränkungen, wenn die Inzidenz von 100 an drei aufeinanderfolgenden Tagen überschritten wird. Die Klarstellung in der Verordnung soll verhindern, dass es in Landkreisen und kreisfreien Städten, die sich nahe an der kritischen Marke 100 bewegen, zu kurzfristigen Veränderungen in Kitas und Schulen kommt. Der Wechsel soll jeweils zum übernächsten Werktag erfolgen, damit Eltern und Kinder rechtzeitig informiert werden können und Zeit für die organisatorische Vorbereitung bleibt. Die Inzidenz beschreibt, wie viele Menschen pro 100 000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben.

Patrick Reichelt