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BVB-Geschäftsführer Watzke für geimpfte Zuschauer bei Pokal-Finale

11:37
13.03.2021
Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund, hält ein DFB-Pokalfinale am 13. Mai in Berlin vor Zuschauern für möglich. Nach seiner Meinung könnte die Partie eine Art „Pilotprojekt“ sein, bei dem kostenlos nur gegen das Coronavirus geimpfte Besucher ins Olympiastadion dürften, die heldenhaft in der medizinischen oder sozialen Betreuung gearbeitet hätten, sagte er bei einem Auftritt auf dem von der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ ausgerichteten Kongress „Zwischen den Zeilen“. „Das wäre eine coole Nummer. Es spricht nichts Nennenswertes dagegen“, sagte Watzke.

Der BVB-Geschäftsführer, dessen Team im Pokal-Halbfinale auf den Zweitligisten Holstein Kiel trifft, nannte drei Gründe für seinen Vorstoß. „Erstens wäre es eine schöne Geste, zweitens würde es der Atmosphäre unglaublich guttun. Und drittens würde es die Gesellschaft wieder etwas zusammenbringen. Deshalb müssen wir über solche Dinge sprechen“, sagte Watzke. Ihm würde für das Pokal-Finale eine Zuschauerzahl zwischen 10 000 und 15 000 vorschweben.

Patrick Reichelt

Zahl der Corona-Infektionen in Niedersachsen steigt deutlich

10:38
13.03.2021
Die Zahl der Corona-Infektionen in Niedersachsen ist deutlich angestiegen. Das Landesgesundheitsamt zählte am Samstag 1111 mehr Fälle als am Freitag, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Auch die landesweite Inzidenz kletterte weiter nach oben auf 74,7 - so viele Menschen pro 100 000 Einwohner haben sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt. Am Freitag lag die Inzidenz bei 71,9. Die Zahl der mit dem Virus gestorbenen Menschen stieg am Samstag um 19 auf insgesamt 4588. Seit Beginn der Pandemie gab es in Niedersachsen 175 323 Corona-Fälle - nach Hochrechnungen gelten 158 430 davon als genesen.

Acht Regionen in Niedersachsen haben die kritische Inzidenz-Marke von 100 überschritten. Betroffen sind die Landkreise Cloppenburg, Leer, Peine, Vechta und Wesermarsch, die Region Hannover, die Stadt Osnabrück und die Stadt Salzgitter. Die höchste Inzidenz hat Salzgitter mit 161,1. Regionen mit einem Wert über 100 gelten als sogenannten Hochinzidenz-Kommunen. Lockerungen wie die Möglichkeit des Terminshoppings oder die Ausweitung des Präsenzunterrichts an den Schulen sind dort nicht möglich.

Patrick Reichelt

Mehr als 10 000 Verfahren wegen Coronavorschriften

10:17
13.03.2021
In der Corona-Pandemie haben die Verfassungs- und Verwaltungsgerichte in Deutschland im vergangenen Jahr in mehr als 10 000 Verfahren die Verordnungen von Bund, Ländern und Gemeinden überprüft. Das geht aus Zahlen des Deutschen Richterbundes hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. Zuerst hatte der „Spiegel“ darüber berichtet. Ein deutlicher Rückgang zeichne sich auch in diesem Jahr nicht ab.

Die Verfahren drehen sich zum Beispiel um Kontaktverbote und Schulschließungen, Testpflichten und Quarantäneauflagen. Aber auch Kinos oder Restaurants wollen vor Gerichten erreichen, dass sie ihre Betriebe wieder öffnen dürfen. Zum größten Teil hätten die Gerichte die jeweiligen Corona-Beschränkungen bislang bestätigt, erklärte der Deutsche Richterbund. Unter den Bundesländern liegt laut den Zahlen Nordrhein-Westfalen an der Spitze. Die sieben Verwaltungsgerichte und das Oberverwaltungsgericht des Landes haben demnach 2020 rund 2000 Corona-Verfahren erreicht.

Patrick Reichelt