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Spahn pocht auf digitale Vernetzung aller Gesundheitsämter

17:26
12.03.2021
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) pocht auf mehr digitale Kommunikation im öffentlichen Gesundheitsdienst. „Wir brauchen vernetzte Gesundheitsämter“, sagte er am Freitag bei einem digitalen Termin mit dem rheinland-pfälzischen CDU-Landtagskandidaten Pascal Badziong. Nach mehr als 70 Jahren öffentlicher Gesundheitsdienst gebe es endlich die Chance dafür, erklärte Spahn mit Blick auf die Corona-Software „Sormas“. Damit sollen die Gesundheitsämter beispielsweise die Kontakte von Infizierten effizienter identifizieren und nachverfolgen können.

Bund und Länder hatten ursprünglich die deutschlandweite Einführung der neuen Software in allen rund 375 Gesundheitsämtern bis Ende Februar beschlossen. Doch dieses Ziel wurde bislang nicht erreicht, viele der Ämter nutzen das System noch nicht. Spahn sprach sich gegen digitale Insellösungen und für eine Vereinheitlichung mit „Sormas“ aus. Jetzt in der Krise gebe es dafür mehr Druck. Damit könnten sich Gesundheitsämter zum Beispiel auch bei einem Masernausbruch rasch miteinander austauschen. Die Bundesregierung hat nach früheren Angaben des Bundesgesundheitsministeriums keine direkte Verantwortung für die Ausstattung der Gesundheitsämter mit digitaler Technik.

Jean-Pierre Fellmer

Astrazeneca für Ältere - Stiko legt Impfempfehlung vor

17:12
12.03.2021
Astrazeneca auch für Menschen ab 65: Gut eine Woche nach einer entsprechenden Ankündigung hat die Ständige Impfkommission (Stiko) ihre Corona-Impfempfehlung aktualisiert. Das Dokument samt wissenschaftlicher Begründung ist am Freitagnachmittag auf der Webseite des Robert Koch-Instituts (RKI) veröffentlicht worden. Nach sorgfältiger Prüfung neuer Daten empfehle die Stiko seit 12. März das Astrazeneca-Präparat für Menschen ab 18 Jahren ohne obere Altersgrenze, heißt es darin.

Zwischen der Gabe der zwei Impfdosen soll nach dem Rat des Gremiums ein verlängerter Abstand von 12 Wochen liegen, „da dadurch die beste Schutzwirkung zu erzielen ist“. Die Impfung habe in der Altersgruppe ab 65 eine „gute Effektivität“, um eine Covid-19-Erkrankung und eine damit verbundene Krankenhausbehandlung zu verhindern, schreibt die Kommission.

Immungesunden Menschen, die eine Corona-Infektion durchgemacht haben, wird eine einmalige Impfung frühestens ein halbes Jahr danach empfohlen. Für einen solchen Boost der Immunantwort können laut dem Papier alle zugelassenen Corona-Impfstoffe verwendet werden.

Die ursprüngliche Stiko-Empfehlung, den Astrazeneca-Impfstoff nur Menschen zwischen 18 und 64 Jahren zu verabreichen, hatte das Gremium mit fehlenden Studiendaten zur Wirkung bei Älteren begründet.

Jean-Pierre Fellmer