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Auch WHO gibt grünes Licht für Impfstoff von Johnson & Johnson

17:11
12.03.2021
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat dem Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson eine Notfall-Zulassung erteilt. Somit kann das Produkt des US-Herstellers für das internationale Covax-Programm zur Versorgung ärmerer Länder eingesetzt werden, gab die UN-Behörde am Freitag in Genf bekannt. Zuvor hatte die WHO die Impfstoffe von Pfizer/BioNTech und von Astrazeneca gelistet.

Zu den Diskussionen um den Astrazeneca-Stoff betonten WHO-Experten, dass bislang kein kausaler Zusammenhang zwischen dem Auftreten von Blutgerinnseln und den Impfungen hergestellt werden konnte. Man verfolge aber Untersuchungen zu dem Thema genau.

Jedes neue, sichere und wirksame Werkzeug gegen Covid-19 sei ein weiterer Schritt um die Pandemie unter Kontrolle zu bringen, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. „Aber die Hoffnungen in diese Werkzeuge können nicht eingelöst werden solange sie nicht allen Menschen in allen Ländern zur Verfügung stehen“, fügte er hinzu. Deshalb müssten Regierungen und Pharmafirmen nun die Produktion ausbauen.

Jean-Pierre Fellmer

Gesundheitsamt meldet 98 neue Corona-Infektionen

16:28
12.03.2021
Das Gesundheitsamt Bremen hat 98 neue Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet (Stand 16 Uhr Stadtgemeinde Bremen, 15 Uhr Bremerhaven). 67 Infektionen sind es in der Stadtgemeinde Bremen, 31 in Bremerhaven. Keine weitere Person ist an oder mit Covid-19 gestorben. Die Inzidenz beträgt in der Stadtgemeinde nun 58,8, in Bremerhaven 100,3.

Jean-Pierre Fellmer

Bulgarien stoppt Corona-Impfungen mit Astrazeneca

16:04
12.03.2021
Trotz schnell steigender Corona-Zahlen ist in Bulgarien am Freitag ein vorübergehender Impfstopp für Dosen von Astrazeneca angeordnet worden. Der Chef der Arzneimittelagentur in Sofia, Bogdan Kirilow, verfügte, dass die dem Lande bereits gelieferten Mengen des Impfstoffs von Astrazeneca blockiert werden, wie das Gesundheitsministerium mitteilte.

Zuvor hatte Regierungschef Boiko Borissow die Einstellung der Impfungen mit Astrazeneca-Dosen angeordnet. Die Verimpfung werde wegen Bedenken bei Nebenwirkungen, die in anderen Staaten und auch in Bulgarien angemeldet wurden, bis zur Entscheidung der Europäischen Arzneimittelagentur ausgesetzt. Gesundheitsminister Kostadin Angelow sagte, er erwarte eine klare Stellungnahme zu Astrazeneca.

Jean-Pierre Fellmer

Vereinfachter Zugang zu Kurzarbeit soll verlängert werden

14:48
12.03.2021
Bundesarbeitsminister Hubertus Heil will die Regeln für einen vereinfachten Zugang zum Kurzarbeitergeld bis Ende Juni verlängern. Eine entsprechende Verordnung solle noch im März im Bundeskabinett auf den Weg gebracht werden, sagte der SPD-Politiker am Freitag in Berlin. Die Regeln sind bis Ende dieses Monats befristet. Es gebe aber weiterhin große Unsicherheiten, begründete Heil das Vorhaben. Kurzarbeit sei das wichtigste Instrument im Kampf um Arbeitsplätze und habe Arbeitsplätze in vielen Branchen gesichert.

Wenn Unternehmen in Schwierigkeiten geraten und die Arbeitszeit ihrer Mitarbeiter reduzieren, springt die Bundesagentur für Arbeit (BA) ein und ersetzt einen Teil des weggefallenen Nettoeinkommens durch das Kurzarbeitergeld. So sollen Krisenzeiten überbrückt werden, ohne dass Betriebe gezwungen sind, Mitarbeiter zu entlassen. Im Zuge der Pandemie waren die Zugangsregeln gelockert worden, etwa Vorgaben dazu, in welchem Umfang Betriebe von Arbeitsausfall betroffen sein müssen, damit Kurzarbeitergeld gezahlt wird.

Nach Angaben des Arbeitsministers wurden für Kurzarbeit im vergangenen Jahr 22 Milliarden Euro ausgegeben. Das sei sehr teuer, aber Massenarbeitslosigkeit sei um ein Vielfaches teurer, sagte Heil. Zur Situation auf dem Arbeitsmarkt sagte er ein Jahr nach Beginn der Corona-Krise: „Die Pandemie hat den deutschen Arbeitsmarkt erschüttert, aber das große Beben ist ausgeblieben.“ Es gebe rund 500 000 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr, dennoch sei es trotz der Tiefe der Krise gelungen, die Arbeitslosigkeit unter der Drei-Millionen-Marke zu halten.

Patrick Reichelt