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20210312103558

RKI-Chef: Dritte Welle so flach halten wie möglich

09:55
12.03.2021
Angesichts einer beginnenden dritten Corona-Welle hat das Robert Koch-Institut (RKI) die Bürger zum weiteren Einhalten der Schutzmaßnahmen aufgerufen. „Diese dritte Welle müssen wir gemeinsam so flach halten wie möglich“, sagte Institutschef Lothar Wieler am Freitag in Berlin. Es gelte zu verhindern, in eine Situation wie vor Weihnachten zu kommen, als es viele Erkrankungen, schwere Verläufe und Todesfälle sowie eine starke Belastung des Gesundheitssystems gegeben habe. Die Pandemie sei ein Marathon, so Wieler - man sei nun im letzten, besonders anstrengenden Drittel.

Es werde noch dauern, bis der Großteil der Bevölkerung geimpft ist. „Bis dahin bitte ich uns alle, halten wir uns weiter an die AHA+L-Regeln“, appellierte Wieler. Die Abkürzung steht für Abstand, Hygiene, Maskentragen und Lüften. Auch Kontakte gelte es weiterhin zu reduzieren. Die Impfung sei neben „unserem verantwortungsvollen persönlichen Verhalten“ das mächtigste Werkzeug, sagte der RKI-Chef. „Der beste Schutz ist eine niedrige Inzidenz.“

Jan-Felix Jasch

Südkorea verlängert coronabedingte Kontaktbeschränkungen

09:39
12.03.2021
Weil die Zahl der täglich erfassten Corona-Infektionen im Land nicht kleiner wird, verlängert Südkorea die Maßnahmen zur Beschränkung sozialer Kontakte. Um die laufenden Corona-Impfungen störungsfrei fortsetzen zu können und eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern, hätten die Behörden beschlossen, die Beschränkungen um zwei weitere Wochen bis zum 28. März beizubehalten, sagte Yoon Tae Ho vom Zentrum für das Katastrophenmanagement am Freitag. Die Regierung folge damit Empfehlungen von Experten. Es bestehe das Risiko einer „vierten Infektionswelle“.

Südkorea ist zwar bislang relativ gut durch die Pandemie gekommen. Das Land mit 51,3 Millionen Einwohnern sieht sich jedoch seit Ende 2020 einer dritten Welle von Infektionen mit Sars-Cov-2 ausgesetzt. Die Abstandsregeln wurden schrittweise verschärft.

Seit Wochen werden 300 bis 400 tägliche Neuinfektionen erfasst, ohne dass die Zahlen zurückgehen. Am Donnerstag wurde der höchste Anstieg seit drei Wochen gemeldet. Demnach wurden 488 Infektionsfälle bestätigt. Die Gesamtzahl kletterte auf 94 686. Die meisten Fälle entfielen erneut auf die Hauptstadt Seoul und die umliegende Region. Probleme bereiten den Behörden vor allem immer wieder neue lokale Anhäufungen von Fällen. Zuletzt gab es laut Yoon solche Cluster-Ausbrüche in Badeanstalten und Saunen.

Patrick Reichelt