Die niedersächsische Landesregierung will etwa 100 Millionen Euro aus europäischen Corona-Hilfen für ein Programm zur Stärkung der Innenstädte nutzen. Das Europaministerium führe mit der EU-Kommission Gespräche über eine mögliche Ausgestaltung, hieß es in einer Mitteilung am Donnerstag. Es gehe darum, gemeinsam mit den Städten und Gemeinden die richtigen Förderungen auf den Weg zu bringen. „Gerade in dieser Frühphase wollen wir uns eng mit der kommunalen Familie abstimmen“, sagte Ministerin Birgit Honé (SPD). „Unser Ziel ist ein unbürokratisches und zielgerichtetes Programm für unsere Innenstädte.“ Infolge der Pandemie habe sich der Strukturwandel in den Ortskernen und Stadtzentren massiv beschleunigt.
„Die Nutzung der Gelder aus den europäischen Corona-Hilfen ist ein Schritt in die richtige Richtung. Die dramatische Lage unserer Innenstädte und des Einzelhandels geht uns alle an“, sagte der Präsident des Niedersächsischen Städtetages, Lüneburgs Oberbürgermeister Ulrich Mädge, der bei einer Diskussionsveranstaltung am Abend konkrete Hilfen für seine Stadt und die Einrichtung eines Büros für Innenstadtmanagement ankündigte. Auch andere Städte wie Hameln handeln, greifen Gastronomen unter die Arme und helfen bei den Mieten.