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Ifo: Firmen sparen wegen Corona bei der Forschung

12:13
11.03.2021
Die deutschen Firmen haben im vergangenen Jahr deutlich weniger Geld für Forschung ausgegeben. Der Anteil am Umsatz sank über alle Branchen auf 3,2 Prozent und somit 0,3 Prozentpunkte weniger als im Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019, wie das Münchner Ifo-Institut am Donnerstag mitteilte. Zudem sei in vielen Branchen der Umsatz gesunken. Dadurch war der Rückgang der investierten Summen noch stärker.

Besonders deutlich fiel der Rückgang in der eigentlich sehr forschungsstarken Automobilindustrie aus. Hier sackte der Anteil von 6,9 auf 4,8 Prozent ab. Selbst die Pharmaindustrie verzeichnete einen Rückgang - wenn auch nur von 7,2 auf 7,0 Prozent. Der für Deutschland wichtige Maschinenbau und die Elektroindustrie konnten den Anteil mit einem minimalen Sinken um je 0,1 Punkte beinahe stabil halten. In einzelnen Branchen stieg der Anteil am Umsatz sogar - besonders stark im Textilgewerbe, wo er sich von 2,1 auf 4,8 Prozent mehr als verdoppelte.

Die Rückgänge schlugen sich auch beim Personal nieder. Der Anteil der Beschäftigten im Bereich Forschung und Entwicklung sank von 4,9 auf 4,2 Prozent. Insgesamt setzten die Unternehmen trotz der Rückgänge weiter auf Forschung und Entwicklung, sagte Wohlrabe. Sie könnten dies nicht vernachlässigen. Für die Zukunft rechnet er mindestens mit einer Stabilisierung der Investitionen.

Anna Zacharias

Mehr Impfungen durch größeren Abstand zwischen Erst- und Zweitdosis

13:48
11.03.2021
Auf Empfehlung der Ständigen Impfkommission wird auch in Hamburg der Abstand zwischen den Corona-Erst- und Zweitimpfungen vergrößert. Kurzfristig sind damit mehr Schutzimpfungen möglich, wie der Sprecher der Gesundheitsbehörde, Martin Helfrich, am Donnerstag sagte. Im Falle des Präparats von Biontech werde die Zweitimpfung nun erst nach sechs Wochen verabreicht und nicht mehr schon nach drei. Bei Astrazeneca vergrößere sich der Abstand von derzeit neun auf zwölf Wochen.

„Dieses Vorgehen ist von der Ständigen Impfkommission empfohlen und von der Zulassung gedeckt. Es ist also medizinisch sinnvoll“, sagte Helfrich. Durch den größeren Abstand stünden kurzfristig mehr Dosen für Erstimpfungen zur Verfügung, „weil die Mengen für die zweite Impfung erst später gebraucht werden, wenn den Ankündigungen zufolge mehr Impfstoff zur Verfügung steht“.

Bislang hatte man in Hamburg die zweite Biontech-Dosis in Reserve gehalten. Beim Vakzin von Astrazeneca war dies wegen des ohnehin schon größeren Abstands hingegen von vorn herein nicht empfohlen worden.

Jean-Pierre Fellmer

Mehr als 1500 Corona-Tote an einem Tag in den USA

12:05
11.03.2021
 In den USA sind binnen eines Tages 1564 Tote im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gemeldet worden. Zudem registrierten die Behörden am Mittwoch für denselben Zeitraum 58 611 Neuinfektionen, wie aus der Internetseite der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore vom Donnerstagvormittag (MEZ) hervorging.

Der bisherige Tageshöchstwert an Todesfällen seit Beginn der Pandemie war in den USA am 12. Januar mit 4465 Toten registriert worden. Die Zahl der Neuinfektionen binnen 24 Stunden erreichte am 2. Januar mit 299 786 ihren bisher höchsten Wert.

In den Vereinigten Staaten haben der Gesundheitsbehörde CDC zufolge bislang etwa 62,5 Millionen Menschen mindestens eine Impfdosis erhalten, das sind knapp 19 Prozent der Bevölkerung. Fast 33 Millionen Menschen bekamen bereits zwei Dosen und damit den vollen Schutz, wie aus der Internetseite der CDC am Dienstagmorgen weiter hervorging. Das Land hat rund 330 Millionen Einwohner.

Max Seidenfaden