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Dänemark setzt Impfungen mit Astrazeneca-Impfstoff für 14 Tage aus

11:55
11.03.2021
In Dänemark wird vorübergehend niemand mehr mit dem Corona-Impfstoff des britisch-schwedischen Unternehmens Astrazeneca geimpft. Grund dafür seien Berichte über schwere Fälle von Blutgerinnseln bei Personen, die mit dem Mittel gegen Covid-19 geimpft worden seien, teilte die dänische Gesundheitsverwaltung am Donnerstag mit. Die europäischen Arzneimittelbehörden hätten vor dem Hintergrund eine Untersuchung des Impfstoffes eingeleitet. Ein Bericht beziehe sich auf einen Todesfall in Dänemark. Man könne jedoch zu diesem Zeitpunkt noch nicht feststellen, ob ein Zusammenhang zwischen dem Vakzin und den Blutgerinnseln bestehe.

Regierungschefin Mette Frederiksen bestätigte Reportern vor einem Krankenhaus im dänischen Herlev, dass die Verabreichung des Astrazeneca-Impfstoffes unterbrochen werde. Dies sei ärgerlich, da man stark davon abhängig sei, dass alle geimpft würden. Gesundheitsminister Magnus Heunicke sprach ebenso wie die Gesundheitsverwaltung von einer Vorsichtsmaßnahme. Die Vorfälle sollten gründlich untersucht werden, schrieb er auf Twitter.

Nach Behördenangaben wird der Stopp zunächst 14 Tage dauern, danach wird geschaut, wie es weitergeht. Es sei wichtig zu unterstreichen, dass man den Astrazeneca-Impfstoff nicht ablehne, sondern die Verabreichung aussetze. Es sei gut dokumentiert, dass das Mittel sowohl sicher als auch effektiv sei. Man müsse jedoch auf Berichte zu möglichen ernsthaften Nebenwirkungen reagieren.

Max Seidenfaden

Studie: Mittelständler weiten in Corona-Pandemie Digitalisierung aus

11:09
11.03.2021
Die Corona-Krise hat die Digitalisierung mittelständischer Unternehmen einer Umfrage zufolge angeschoben. Jede dritte Firma weitete ihre Aktivitäten in diesem Bereich 2020 aus, wie die staatliche Förderbank KfW am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Demnach standen vor allem schnell umsetzbare und kurzfristig wirksame Maßnahmen im Fokus. Langfristige und strategisch bedeutsame Projekte dürften aufgrund der angespannten finanziellen Lage häufiger zurückgestellt worden sein, hieß es.

Ein Drittel (33 Prozent) der Mittelständler verwirklichte im vergangenen Jahr nach wie vor keine Digitalisierungsprojekte. 28 Prozent behielten ihre Vorhaben unverändert bei, 5 Prozent verringerten ihre Anstrengungen.

Insgesamt zeigt sich nach Einschätzung der KfW, dass die Digitalisierung während der Corona-Pandemie kein Selbstläufer ist. „Die angespannte Liquiditätslage und der im Verlauf der Krise gestiegene Verschuldungsgrad dürfte die Durchführung entsprechender Projekte im Nachgang der Krise erschweren“, befürchtet KfW-Chefvolkswirtin Fritzi Köhler-Geib zudem. Notwendig seien Investitionsanreize für die digitale Transformation und eine Verbesserung der Rahmenbedingungen.

Im vergangenen Jahr weiteten den Angaben zufolge vor allem große Mittelständler mit 50 und mehr Beschäftigte ihre Digitalisierungsanstrengungen aus (58 Prozent). Bei den kleinen Unternehmen mit weniger als 5 Beschäftigten waren es nur 32 Prozent. 

Anna Zacharias

Impftermin-Vergabe für Menschen über 70 startet kommende Woche

10:39
11.03.2021
Die Terminvergabe für Corona-Schutzimpfungen für Menschen über 70 Jahre startet in Niedersachsen in der kommenden Woche. Jahrgangsweise würden die insgesamt rund 700.000 Impfberechtigten in den kommenden Wochen angeschrieben, kündigte Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) am Donnerstag an. Neben einem zentralen Anschreiben stehe es den Kommunen frei, die Betroffenen parallel auch selber zu informieren. Die Hotline zur Terminvergabe sei inzwischen auf 500 Mitarbeiter aufgestockt worden, bis Monatsende sollen es 800 sein.

Der Start von Corona-Impfungen auch über die Hausärzte soll in Niedersachsen spätestens am 19. April beginnen, sagte Behrens. Die Arztpraxen sollten zunächst Patienten mit Vorerkrankungen impfen sowie Menschen, die nicht mehr mobil sind und zu Hause vom Arzt aufgesucht werden. Später sei auch ein Einbinden von Betriebsärzten in die Impfkampagne geplant.

Anna Zacharias