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Ärzte behandeln Rekordzahl schwerer Covid-19-Fälle in Tschechien

11:43
11.03.2021
In Tschechien wird eine Rekordzahl schwerer Covid-19-Fälle in den Krankenhäusern behandelt. 1916 Patienten befanden sich in einem ernsten Zustand oder wurden künstlich beamtet, wie das Gesundheitsministerium in Prag am Donnerstag bekanntgab. Landesweit sind derzeit nur noch zwölf Prozent aller Intensivbetten frei. Zudem werden mehr als 6800 weitere Menschen mit leichteren Verläufen stationär versorgt.

Trotz der angespannten Lage kommen möglicherweise doch keine Covid-19-Patienten aus Tschechien zur Behandlung nach Deutschland. „In diesem Moment ist der Transport von Patienten ins Ausland nicht erforderlich“, sagte Regierungschef Andrej Babis der Zeitung „Pravo“. Jeder Überführung von Intensivpatienten sei eine „riskante Angelegenheit“, betonte der 66-Jährige, der sich im Oktober zur Wiederwahl stellen muss.

Deutschland, Polen, die Schweiz und andere Staaten hatten Hilfe angeboten. Bisher wurde nur eine Patientin aus einer überlasteten Klinik in Usti nad Orlici ins polnische Raciborz gebracht. Nach Einschätzung von Experten dürften die nächsten Tage kritisch sein, was die Belastung des Gesundheitssystems angeht.

Bei den Neuinfektionen gab es einen leichten Rückgang mit 14.353 Fällen innerhalb von 24 Stunden. Innerhalb von 7 Tagen steckten sich mehr als 760 Menschen je 100 000 Einwohner mit dem Virus an; in Deutschland lag der Wert bei 69,1. Seit Beginn der Pandemie gab es fast 1,4 Millionen Infektionen und mehr als 22.624 Todesfälle.

Anna Zacharias

Hausärzteverband kritisiert verzögerte Impfungen in Arztpraxen

10:21
11.03.2021
Der Vorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt, hat die Verzögerung beim Start der Corona-Impfungen in den Hausarztpraxen kritisiert. „Wir sind nicht nur bereit, wir scharren seit Wochen ungeduldig mit den Hufen“, sagte Weigeldt im Deutschlandfunk. Der Hausärzteverband wolle bei der Durchimpfung der Bevölkerung endlich „tatsächliche Ergebnisse“ haben.

„Ich kann nicht verstehen, dass man sozusagen das Volk im Lockdown hält, anstatt zu impfen, um irgendwelche Impfzentren weiter zu bedienen“, sagte Weigeldt.

Da die Impfzentren vorrangig beliefert werden sollen, ist für die Praxen noch nicht genügend Impfstoff vorrätig. Der Impfstart in den Hausarztpraxen war am Montag zunächst noch für Anfang April vorgesehen. Nach dreistündigen Beratungen einigten sich die Gesundheitsminister am Mittwoch auf die 16. Kalenderwoche (19. bis 25. April) oder früher - „sollten es die noch zu konkretisierenden Liefermengen der Hersteller für April zulassen“. Regierungssprecher Steffen Seibert hatte mitgeteilt, dass Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder zeitnah über die Empfehlungen der Gesundheitsministerkonferenz entscheiden wollen.

Anna Zacharias