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Kambodscha vermeldet ersten offiziellen Corona-Toten

09:57
11.03.2021
Kambodscha hat am Donnerstag erstmals offiziell einen Todesfall in Verbindung mit Covid-19 vermeldet. Ein 50 Jahre alter Mann, der am 27. Februar positiv auf das Coronavirus getestet worden war, sei in einem Krankenhaus in der Hauptstadt Phnom Penh gestorben, teilte das Gesundheitsministerium mit. Das Opfer sei in der Hafenstadt Sihanoukville als Fahrer eines Chinesen beschäftigt gewesen, der ebenfalls mit dem Virus infiziert sei.

Beide Fälle stehen in Zusammenhang mit dem bisher größten Corona-Ausbruch in dem südostasiatischen Land seit Beginn der Pandemie. Kambodscha kam bisher sehr glimpflich durch die Krise. Mehr als die Hälfte der knapp 1200 bislang registrierten Fälle soll aber nun mit dem Ausbruch vom Februar in Zusammenhang stehen. Dieser geht den Behörden zufolge auf vier chinesische Staatsbürger zurück, die ihre Hotelquarantäne gebrochen hatten.

Die Regierung hatte vor wenigen Tagen neue Beschränkungen eingeführt. Unter anderem wurden Schulen geschlossen, größere Zusammenkünfte verboten und Homeoffice für Regierungsbeamte und Angestellte des Privatsektors angeordnet.

Anna Zacharias

Weltnaturschutzunion: Pandemie hat Naturschutz schwer getroffen

09:17
11.03.2021
Der Naturschutz hat in vielen Teilen der Welt wegen der Corona-Pandemie schweren Schaden genommen. So mussten in mehr als der Hälfte aller Schutzgebiete in Afrika Patrouillen und Einsätze gegen Wilderer reduziert oder eingestellt werden, wie die Weltnaturschutzunion (IUCN) am Donnerstag in Gland bei Genf berichtete. Auch ein Viertel aller Schutzgebiete in Asien meldete Einschränkungen bei Naturschutzaktivitäten. In Nord- und Lateinamerika sowie in Europa und der Region Ozeanien seien die wichtigsten Funktionen aufrecht erhalten worden, obwohl Einkünfte durch Touristen fehlten.

Nach Umfragen in mehr als 60 Ländern verlor jeder fünfte Wildhüter seinen Arbeitsplatz, jeder vierte musste mit einer Einkommenskürzung oder Auszahlungsverspätung fertig werden, schreibt die IUCN in der hauseigenen Zeitschrift „Parks“. In 22 Ländern seien in mindestens 64 Fällen Erhaltungsmaßnahmen in Schutzgebieten zugunsten von Straßenbau oder Öl- und Gasförderung zurückgenommen worden.

Natürlich habe die Gesundheitskrise der Menschen in der Corona-Pandemie Priorität, sagte IUCN-Generaldirektor Bruno Oberle. „Aber wir dürfen nicht vergessen, dass wir nur mit Investitionen in eine gesunde Natur eine solide Basis für die Erholung von der Pandemie schaffen und künftige Krisen der öffentlichen Gesundheit vermeiden.“

Der Ursprung der Coronavirus-Pandemie ist noch unklar. Forscher gehen aber bislang davon aus, dass das Virus von Tieren auf den Menschen übergesprungen ist. Dasselbe gilt für das Virus, das gerade wieder in zwei afrikanischen Ländern lebensgefährliche Ebola-Infektionen auslöst hat. Infolge von Bevölkerungswachstum, Abholzung, und Plantagenbau schrumpft der Lebensraum von Wildtieren; Tiere und Menschen geraten dadurch immer enger in Kontakt.

Die IUCN wurde 1948 gegründet und bezeichnet sich mit 17 000 Experten als größtes Umweltnetzwerk der Welt. Unter den 1400 Mitgliedern sind Naturschutzorganisationen und Regierungen. Unter anderem gibt sie die Rote Liste der bedrohten Tier- und Pflanzenarten heraus. 

Anna Zacharias

Brasilien meldet erstmals über 2000 Corona-Tote in 24 Stunden

08:41
11.03.2021
Nach der bisher todbringendsten Woche in der Pandemie hat Brasilien erstmals mehr als 2000 Corona-Tote an einem Tag erfasst. 2286 Menschen sind nach Daten des Gesundheitsministeriums in Brasília vom Mittwochabend (Ortszeit) innerhalb von 24 Stunden gestorben.

Insgesamt sind damit in Brasilien 270.656 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Neu infiziert haben sich 79.876 Menschen, womit die Zahl der Corona-Infizierten in dem größten Land Lateinamerikas auf mehr als 11,2 Millionen stieg. Nur in den USA und in Indien sind die Zahlen noch höher.

Brasilien, das erst im Januar mit Impfungen begann, ist eines der am stärksten von der Pandemie betroffenen Länder. Das Gesundheitssystem ist in vielen Städten zusammengebrochen. So haben die Intensivstationen für Covid-19-Patienten etwa in Porto Velho, Campo Grande und Porto Alegre laut der Forschungseinrichtung „Fundação Oswaldo Cruz“ (Fiocruz) 100 Prozent Auslastung erreicht.

Anna Zacharias