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Kassenärzte-Chef erwartet Impfstart in Arztpraxen frühestens im Mai

08:06
11.03.2021
Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, erwartet den Impfstart in Arztpraxen frühestens im Mai - und nicht wie von der Bundesregierung geplant spätestens ab dem 19. April. Bei der Gesundheitsministerkonferenz am Mittwoch sei entschieden worden, dass der Impfstoff zunächst weiter an die Impfzentren gehe, „sodass ich die Haus- und Fachärzte im April eher nicht im Impfgeschehen sehe, weil sie schlicht und ergreifend nicht genug Impfstoff bekommen werden“, sagte Gassen am Donnerstag im ZDF-„Morgenmagazin“. Er gehe davon aus, dass „wir auf diese Ressourcen wohl dann erst im Mai zurückgreifen können und es bei dem bisherigen Impftempo bleiben dürfte“.

Gassen zufolge habe die KBV angesichts des schleppenden Impfstarts damit gerechnet, dass die Ärzte schon „sehr viel früher“ in die Impfstrategie eingebunden würden. Fünf Millionen Impfungen könnten in den Praxen „ohne größere Anstrengungen“ pro Woche geleistet werden. Die Arztpraxen könnten „das Impfen in hoher Frequenz und in großer Menge leisten - wenn sie den Impfstoff bekommen“, so Gassen.

Der Impfstart in den Hausarztpraxen war am Montag zunächst noch für Anfang April vorgesehen gewesen. Nach dreistündigen Beratungen einigten sich die Gesundheitsminister am Mittwoch auf die 16. Kalenderwoche oder früher - „sollten es die noch zu konkretisierenden Liefermengen der Hersteller für April zulassen“. Regierungssprecher Steffen Seibert hatte mitgeteilt, dass Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder zeitnah über die Empfehlungen der Gesundheitsministerkonferenz entscheiden wollen.

Anna Zacharias

Gefäß der ersten gespritzten Corona-Impfdosis kommt in USA ins Museum

07:33
11.03.2021
Das Gefäß der ersten gespritzten Corona-Impfdosis in den USA kommt ins Museum. Das nun leere Glasfläschchen, aus dem die Krankenschwester Sandra Lindsay am 14. Dezember 2020 in New York die erste Dosis des Impfstoffes vom Mainzer Pharma-Unternehmen Biontech und seinem US-Partner Pfizer erhalten hatte, sei nun Teil der Sammlung, teilte das National Museum of American History in Washington in der Nacht zum Mittwoch mit.

Zudem habe der Krankenhaus-Betreiber Northwell der Sammlung auch noch Impfunterlagen, Schutzkleidung und Arbeitsausweis der Krankenschwester sowie weitere Gegenstände rund um die Corona-Impfung zur Verfügung gestellt.

„Diese jetzt historischen Artefakte dokumentieren nicht nur den bemerkenswerten wissenschaftlichen Fortschritt, sondern auch die Hoffnung von Millionen, die die von Corona herbeigeführten Krisen durchstehen müssen“, sagte Museumsdirektorin Anthea Hartig. Das National Museum of American History ist wegen der Pandemie derzeit geschlossen, arbeitet aber für die Zeit nach der Wiedereröffnung an einer Ausstellung über Medizingeschichte, die auch die Corona-Pandemie beinhalten soll. 

Anna Zacharias