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20210310063652

Brasilien meldet weiteren Tagesrekord an Corona-Toten

06:14
10.03.2021
Nach der bisher tödlichsten Woche in der Pandemie hat Brasilien einen weiteren Höchstwert bei den an einem Tag erfassten Corona-Toten registriert. 1972 Menschen sind nach Daten des Gesundheitsministeriums in Brasília vom Dienstagabend (Ortszeit) innerhalb von 24 Stunden gestorben. Der bisherige Höchstwert lag am vergangenen Mittwoch bei 1910 Toten nach 1641 am Dienstag.

Insgesamt sind damit in Brasilien 265.837 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Neu infiziert haben sich 70.764 Menschen, womit die Zahl der Corona-Infizierten in dem größten Land Lateinamerikas auf mehr als 11,1 Millionen stieg. Nur in den USA und in Indien sind die Zahlen noch höher.

Nach Angaben der Forschungseinrichtung Fiocruz haben die intensive Zirkulation von Menschen und die zunehmende Ausbreitung von Sars-CoV-2 das Auftreten von „besorgniserregenden Varianten“ in Brasilien wie der offenbar im Amazonasgebiet entstandenen neuen P.1-Variante begünstigt.

Anna Zacharias

Hoffnung auf Piks vom Hausarzt - Ministerrunde berät über Details

05:47
10.03.2021
Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern wollen an diesem Mittwoch den genauen Zeitpunkt für den Start der Corona-Impfungen in Deutschlands Hausarztpraxen bestimmen. Am Montag hatte sich die Gesundheitsministerkonferenz bereits auf den Zeitraum Anfang April geeinigt. Die Fachminister wollen nun beraten, wie die erwarteten Impfstoffdosen auf die Impfzentren und die Praxen verteilt werden, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Kreisen der Gesundheitsminister erfuhr. Der bürokratische Aufwand für die Arztpraxen soll auf ein Minimum reduziert werden.

Bislang erfolgen die Impfungen vorrangig in Impfzentren, zudem gibt es mobile Impfteams. In einigen Bundesländern laufen Modellprojekte für Impfungen in Praxen. Bisher sind nur gut drei Prozent der Menschen in Deutschland vollständig geimpft. 6,4 Prozent haben eine erste Impfung erhalten. Etwa 7,9 Millionen Impfdosen wurden seit Start der Impfungen kurz vor dem Jahreswechsel verabreicht.

Bislang steht eine begrenzte Anzahl von Impfdosen zur Verfügung, das soll sich aber in wenigen Wochen ändern. Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, hält es für möglich, dass in Deutschland ab April 20 Millionen Menschen monatlich gegen das Coronavirus geimpft werden können. Eine Erstimpfung für die erwachsene Bevölkerung könne schon in der ersten Juni-Hälfte, die weitgehende Immunisierung Anfang August abgeschlossen sein, sagte Gassen der „Welt“ (Mittwoch). Voraussetzung dafür sei ein rascher Nachschub an Impfstoffdosen. KBV-Vize Stephan Hofmeister sagte der „Bild“-Zeitung (Mittwoch): „Das Impfen in den Arztpraxen wird der eigentliche Game Changer sein. Arzt und Patient kennen sich, es herrscht Vertrauen, das zahlreiche Menschen zur Impfung bewegen könnte.“ Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte als Ziel formuliert, allen Bürgern bis zum Ende des Sommers am 21. September ein Impfangebot zu machen.

Anna Zacharias