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20210308213445

Erste größere Stadt in Österreich von Ausreisebeschränkung betroffen

21:34
08.03.2021
In Österreich müssen sich erstmals Einwohner einer größeren Stadt auf Ausreisebeschränkungen wegen vieler Corona-Neuinfektionen einstellen. Wer Wiener Neustadt, ein Ort mit 45 000 Bürgern, verlassen wolle, benötige ab Mittwoch einen negativen Coronatest, teilte die Stadt am Montag mit. Sanktionen für Ausreisen ohne negatives Testergebnis solle es allerdings erst ab Samstag geben. Zugleich werde die Zahl der Teststraßen unter anderem für die vielen Tausend Pendler bis dahin von 16 auf 40 erhöht hieß es. Für die Kontrollen seien auch 300 Soldaten angefordert worden.

In der Stadt, die etwa 50 Kilometer südlich von Wien liegt, steht die Sieben-Tages-Inzidenz aktuell bei etwa 560. Ab einer Inzidenz von 400 sieht eine Verordnung des Gesundheitsministeriums Ausreisebeschränkungen vor. Betroffen waren davon bisher aber eher kleine Gemeinden.

Michael Rabba

21 Neuinfektionen im Land Bremen

18:26
08.03.2021
Im Land Bremen gibt es 21 Neuinfektionen. Die Zahl der insgesamt bestätigten Corona-Fälle steigt damit auf 18.514. Wie das Gesundheitsressort weiter mitteilt, hat sich die Zahl der aktiven Infektionen um 120 auf 791 reduziert. Es wurden zudem 140 weitere Genesene registriert, diese Zahl steigt damit auf 17.355. Ein weiterer Verstorbener ist zu beklagen, sodass im Land Bremen jetzt insgesamt 368 Menschen an oder in der Folge einer Corona-Infektion verstorben sind. 
Auf Bremerhaven entfallen davon 473 (-14) aktive Infektionen,  2.588 (+10) insgesamt bestätigte Fälle, 2.052 (+24) Genesene und 63 (+0) Verstorbene. 
Die Inzidenz in Bremen beträgt 57,6 und in Bremerhaven 102,1.

Michael Rabba

Große Teile der Baubranche von Corona-Folgen relativ unbeeindruckt

17:33
08.03.2021
Die Baubranche gehört auch in Niedersachsen und Bremen zu den wenigen Wirtschaftszweigen, denen die Pandemie im vergangenen Jahr relativ wenig anhaben konnte. Vor allem die anhaltend hohe Nachfrage nach Wohnhäusern und -gebäuden ließ die Erlöse des Bauhauptgewerbes noch einmal steigen. Nominal - also ohne Bereinigung um die Preisentwicklung - meldete der Bauindustrieverband am Montag für 2020 im Vergleich zum Vorjahr ein Plus um knapp 9 Prozent. Für Wohnimmobilien waren es mehr als 18 Prozent.

In der Sparte der Wirtschaftsbauten machte sich der Corona-Effekt jedoch klar bemerkbar, die Umsätze legten nur leicht um 0,5 Prozent zu. Der öffentliche Bau (plus 5 Prozent) profitierte zudem von den Konjunkturhilfen von Bund und Ländern, erklärte der Verband.

Auch die eingegangenen Aufträge entwickelten sich insgesamt positiv - ohne den Sondereffekt eines Großauftrags im Straßenbau noch um rund 6 Prozent. Beim Wirtschaftsbau ging es dagegen um 13 Prozent abwärts.

Bauinvestitionen zählten inmitten der zwischenzeitlich schweren Rezession des vergangenen Jahres zu den Stützen der Konjunktur, zusammen mit den Exporten besonders gegen Ende des abgelaufenen Jahres. Der Bauindustrieverband schätzt, dass 2021 nun ein leichter Umsatzrückgang folgen könnte, weil die Branche zeitversetzt reagiert.

Ein wesentlicher Treiber war zuletzt die private Baunachfrage. So erteilten niedersächsische Behörden sogar im ersten Halbjahr 2020, als die Viruskrise voll einschlug, deutlich mehr Genehmigungen für Wohngebäude. Es gibt jedoch auch Kritik an diesem Trend, weil die Flächenversiegelung durch Einfamilienhäuser zunimmt und besonders in städtischen Lagen mehr bezahlbarer Wohnraum gefordert wird.

Michael Rabba