Niedersachsens Handelsverband hat die neuen niedersächsischen Regelungen zu Ladenöffnungen scharf kritisiert. „Chaos herrscht allerorten“, sagte Hauptgeschäftsführer Mark Alexander Krack am Montag. „Das hat sich die Landesregierung selbst eingebrockt.“ Nach den Bund-Länder-Beschlüssen hatte die Staatskanzlei am Donnerstagabend mitgeteilt, dass der noch geschlossene Einzelhandel für sogenannte Terminshopping-Angebote (click&meet) ab Montag (8. März) öffnen könne. Darauf hätten sich die Händler verlassen, ihr Personal eingeplant und Werbung geschaltet.
Allerdings wurde dann in der neuen niedersächsischen Corona-Verordnung für die so genannten Hochinzidenzkommunen festgelegt, dass sie kein Terminshopping anbieten dürfen. Dazu zählt auch die Region Hannover. „Viele Händler sagen, das ist ein extremer Wortbruch der Landesregierung“, sagte Krack. Es handele sich um Wettbewerbsverzerrung, kritisierte der Verbandschef. Zudem sei jetzt ein Einkaufstourismus zu befürchten, der eigentlich verhindert werden sollte.