Letztes Update:
20210220071608

Gericht lehnt frühere Impfung eines Zahnarztes ab

21:34
19.02.2021
Ein Lüneburger Zahnarzt ist vor Gericht mit dem Versuch gescheitert, sich und seine Mitarbeiterinnen früher als bisher vorgesehen gegen Covid-19 impfen zu lassen. Der Mann hatte die Aufnahme in die höchste Impfpriorität beantragt, weil er und sein Personal einem besonders hohen Ansteckungsrisiko ausgesetzt seien. Das Verwaltungsgericht Lüneburg wies das zurück (Az. 6 B 6/21).

Die Impfreihenfolge für das medizinische Personal sei nicht zu beanstanden, teilte das Gericht am Freitag mit, denn bei der Betreuung von Covid-19-Patienten sei die Gefahr, dem Virus ausgesetzt zu sein, deutlich höher als beim Zahnarzt. Dieser könne Corona-Verdachtsfälle schon vor Betreten der Praxis herausfiltern. Der Beschluss ist noch nicht rechtskräftig. Der Zahnarzt kann binnen zwei Wochen Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht einlegen.

Max Seidenfaden

US-Bilanz nach Millionen Impfungen: Kaum gefährliche Nebenwirkungen

21:29
19.02.2021
Die Auswertung von Berichten zu Nebenwirkungen nach der Vergabe von Millionen Corona-Impfungen in den USA hat der Gesundheitsbehörde CDC zufolge das Vertrauen in die Sicherheit der Impfstoffe weiter gestärkt. Die meisten beschriebenen Nebenwirkungen wie leichte Schmerzen an der Einstichstelle, Müdigkeit und Kopfweh seien bei Impfungen normal, sagte CDC-Direktorin Rochelle Walensky am Freitag. Diese verschwinden nach ein oder zwei Tagen zudem wieder, wie sie sagte.

Etwas stärker seien die berichteten Nebenwirkungen nach der zweiten Impfdosis ausgefallen. Ungefähr die Hälfte der Befragten habe sich danach nicht so gut gefühlt, sagte Walensky. „Das sollte Sie nicht davon abhalten, ihre zweite Dosis zu bekommen.“ Aber man müsse sich nach der Impfung einen Tag etwas zurücknehmen, sagte Walensky. Die Nebenwirkungen entsprächen den Erkenntnissen aus den Studien vor der Notfallzulassung der Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna.

Max Seidenfaden