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20210216215033

Quarantänepflicht: 16 000 Fahrzeuge an Grenze zu Polen kontrolliert

18:35
16.02.2021
Mehr als 16.000 Fahrzeuge sind wegen der Corona-Quarantäneverordnung seit Dezember an der Grenze zu Polen kontrolliert worden. Rund 1360 Fahrer kehrten dann freiwillig wieder um, wie der Landkreis Vorpommern-Greifswald unter Berufung auf Polizeiangaben am Dienstag mitteilte. Die Identitäten von mehr als 360 Bürgerinnen und Bürgern seien festgestellt worden.

Zur Eindämmung des Coronavirus müssen sich Menschen, die ohne triftigen Grund nach Polen aus- und wieder zurückreisen, derzeit in Quarantäne begeben. Nicht betroffen sind etwa Pendler, die aber regelmäßig einen Corona-Test vorweisen müssen. Die Polizei weist die Fahrer bei den Kontrollen auf die Quarantänepflicht hin, woraufhin viele von ihnen auf die Ausreise nach Polen verzichten.

Die Kontrollierten reagierten insgesamt mit Verständnis, teilte der Landkreis mit. Bei Quarantänepflichtigen kontrolliert der Landkreis die Einhaltung. Bei Nichteinhaltung drohen laut Landkreis Bußgelder zwischen 500 und 2000 Euro. Die Kontrollen seien verstärkt worden, auch an den Kreisgrenzen. Wegen der hohen Corona-Infektionszahlen ist die Einreise in den Landkreis ohne triftigen Grund derzeit untersagt.

Jean-Pierre Fellmer

Astrazeneca-Impfstoff bei Tranport unterkühlt - Nutzung ausgesetzt

17:33
16.02.2021
Mecklenburg-Vorpommern hat die Nutzung einer Lieferung des Corona-Impfstoffes von Astra-Zeneca vorsorglich ausgesetzt. Als Grund nannte das Gesundheitsministerium am Dienstag in Schwerin mögliche Unterschreitungen der Lagertemperatur beim Transport. Bei der Anlieferung des Impfstoffes seien in Impfzentren des Landes Abweichungen vom vorgeschriebenen Temperaturbereich registriert worden. Die Spanne von 2 bis 8 Grad Celsius sei möglicherweise in einigen Fällen unterschritten worden, hieß es. An der Aufklärung der Ursache werde „mit Hochdruck“ gearbeitet, versicherte Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) am Abend.

Jean-Pierre Fellmer

EMA: Johnson&Johnson beantragt Zulassung für Corona-Impfstoff

16:45
16.02.2021
Nun hat auch der US-Hersteller Johnson & Johnson die europäische Zulassung für seinen Corona-Impfstoff beantragt. Dies teilte die EU-Arzneimittelbehörde EMA am Dienstag in Amsterdam mit. Die Behörde will das Vakzin bis Mitte März begutachten.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen begrüßte den Schritt des Herstellers. Die EU-Kommission werde eine Zulassung gewähren, sobald die EMA eine positive wissenschaftliche Bewertung abgegeben habe, erklärte von der Leyen.

Es wäre dann der vierte Corona-Impfstoff mit einer bedingten Marktzulassung für die Europäische Union. Genutzt werden können derzeit bereits die Vakzine von Biontech/Pfizer, Moderna und Astrazeneca. Doch ist der Impfstoff noch überall in der EU knapp.

Von Johnson & Johnson hat die EU-Kommission Impfdosen für 200 Millionen Menschen bestellt. Die Besonderheit: Voraussichtlich reicht eine Dosis zur Immunisierung. Alle übrigen derzeit genutzten Vakzine müssen zweimal gespritzt werden.

Die EMA erklärte, man werde das Vakzin der Johnson & Johnson-Tochter Janssen-Cilag International N.V. in einem beschleunigten Verfahren prüfen. Der zuständige Ausschuss könnte seine Bewertung Mitte März abgeben.

Jean-Pierre Fellmer