Letztes Update:
20210216215033

Arzt trägt keine Maske - Staatsanwaltschaft ermittelt

16:08
16.02.2021
Nach Berichten über einen Hausarzt, der gegen Corona-Hygieneregeln verstoßen haben soll, hat die Staatsanwaltschaft Oldenburg Ermittlungen aufgenommen. Es bestehe der Anfangsverdacht der versuchten beziehungsweise vollendeten Körperverletzung, teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft auf Anfrage mit. Der Mediziner soll weiterbehandelt haben, obwohl er selbst Corona-Symptome hatte, und dabei nicht immer eine Maske getragen haben. Der Arzt wies im „Norddeutschen Rundfunk“ die Vorwürfe zurück.

Das Verhalten des Arztes aus Goldenstedt soll mit dazu beigetragen haben, dass in der vergangenen Woche der Sieben-Tage-Wert im Landkreis Vechta auf mehr als 200 Neuinfektionen unter 100.000 Einwohnern angestiegen war. Der Landkreis hatte die Praxis bereits Ende Januar wegen Hygienemängeln vorübergehend geschlossen.

Jean-Pierre Fellmer

Land will bei Impfkampagne aufholen und Terminvergabe verbessern

15:27
16.02.2021
Niedersachsen will die vielkritisierte Impfkampagne gegen das Corona-Virus beschleunigen und die Terminvergabe erheblich verbessern. Vom Biontech/Pfizer-Impfstoff sollten künftig nur noch 20 bis 25 Prozent der Lieferung für die spätere Zweitimpfungen zurückgestellt werden, erklärte der Leiter des Krisenstabs, Heiger Scholz, am Dienstag. Damit werde das Land mit den Erstimpfungen schneller vorankommen. Mit dem Einsatz der bislang zurückgestellten 96 000 Dosen könne Niedersachsen die Impfquote auf etwa 3,9 Prozent erhöhen und im Bundesländervergleich aufholen.

Bis Anfang April werde die Impfung der ersten Prioritätsgruppe abgeschlossen, sagte Scholz. Das sind die über 80-Jährigen sowie Personal in Kliniken und Heimen. Anschließend beginnen die Impfungen für die zweite Prioritätsgruppe, insgesamt rund zwei bis drei Millionen Menschen in Niedersachsen, wozu die 70 bis 79-Jährigen, Menschen mit Vorerkrankungen sowie bestimmte Berufsgruppen gehören. Um einen erneuten Ansturm auf die Terminvergabe mit langen Wartelisten zu vermeiden, sollen Betroffene in Etappen zum Vereinbaren eines Impftermins eingeladen werden. Mecklenburg-Vorpommern und Bremen etwa hätten mit so einem Vorgehen gute Erfahrungen gesammelt.

Jean-Pierre Fellmer