Nach Berichten über einen Hausarzt, der gegen Corona-Hygieneregeln verstoßen haben soll, hat die Staatsanwaltschaft Oldenburg Ermittlungen aufgenommen. Es bestehe der Anfangsverdacht der versuchten beziehungsweise vollendeten Körperverletzung, teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft auf Anfrage mit. Der Mediziner soll weiterbehandelt haben, obwohl er selbst Corona-Symptome hatte, und dabei nicht immer eine Maske getragen haben. Der Arzt wies im „Norddeutschen Rundfunk“ die Vorwürfe zurück.
Das Verhalten des Arztes aus Goldenstedt soll mit dazu beigetragen haben, dass in der vergangenen Woche der Sieben-Tage-Wert im Landkreis Vechta auf mehr als 200 Neuinfektionen unter 100.000 Einwohnern angestiegen war. Der Landkreis hatte die Praxis bereits Ende Januar wegen Hygienemängeln vorübergehend geschlossen.