Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) setzt auf eine gründliche Prüfung der neuen Corona-Schnelltests vor einem Einsatz in Deutschland. Die Politik ermögliche den Einsatz dieser Tests, aber für eine Zulassung komme es auf die Qualität an, sagte Spahn am Freitag in Berlin. Denn wenn solche Tests viele falsch negativen Ergebnisse liefern sollten, „dann steckt darin auch ein Risiko“, sagte Spahn. Infizierte Menschen könnten in der Annahme, nicht infiziert zu sein, andere anstecken. Offen sei noch, welche dieser Tests zugelassen werden. Dann stünden Bund-Länder-Gespräche an, „wie wir sie in die Teststrategie aufnehmen“. Noch sei auch der Preis offen - und inwieweit der Bund den Kauf eventuell mitunterstützt.
Die bisherigen Schnelltests verlangen einen Abstrich mit einem langen Stäbchen tief in der Nase oder im Rachen. Für viele ist das unangenehm. Außerdem sollen sie nur von geschultem Personal gemacht werden. Bei den Selbsttests sind verschiedene Produkte im Gespräch, beispielsweise Gurgel- und Spucktests.