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WHO: Trotz Rückgang der Corona-Fälle Maßnahmen nicht lockern

19:04
12.02.2021
Die strikten Maßnahmen zur Eindämmung von Ansteckungen mit dem Coronavirus in vielen Ländern zeigen nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Wirkung: Die Zahl neuer Todesfälle weltweit falle seit zwei Wochen, die neuer Infektionen seit vier Wochen, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Freitag in Genf. „Das scheint darauf zurückzuführen zu sein, dass Länder die Schutzmaßnahmen strikter durchsetzen.“

Er verband dies mit einer Warnung: Selbstgefälligkeit sei fehl am Platz, sagte er. „Jetzt ist für kein Land der richtige Zeitpunkt, um Maßnahmen zu lockern, ebenso nicht für einzelne Menschen, in ihrer Wachsamkeit nachzulassen“, sagte Tedros. Die Zahlen waren von mehr als fünf Millionen gemeldeten Infektionen pro Woche weltweit Anfang Januar auf zuletzt gut drei Millionen zurückgegangen. Die Zahl der gemeldeten Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion ging von fast 100 000 pro Woche Mitte Januar auf unter 90 000 zurück. Insgesamt waren der WHO bis Freitagmittag 107 Millionen Infektionen und 2,36 Millionen Todesfälle gemeldet worden.

Malte Bürger

Altmaier verteidigt Vorgehen bei Corona-Hilfen

18:39
12.02.2021
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat Verständnis für die Sorgen vieler Unternehmen in der Corona-Krise gezeigt, die langwierigen Verfahren bei der Auszahlung der Überbrückungshilfen aber erneut verteidigt. Wenn jemand dringend auf Hilfe warte, seien zwei Monate eine sehr lange Zeit, sagte Altmaier der „Süddeutschen Zeitung“ (Sonnabend). Zugleich betonte der CDU-Politiker, dass die Erstellung der nötigen Internet-Plattform nicht in ein, zwei Tagen zu machen sei.

„Es geht hier nicht um Kleinigkeiten, sondern um Milliardenbeträge“, betonte Altmaier. Im Übrigen gehöre es zu einer Demokratie, „dass Entscheidungen in den seltensten Fällen von einem Minister allein getroffen werden“. In Richtung der Kritiker auch aus den eigenen Reihen sagte Altmaier, „Schuldzuweisungen helfen niemandem, sondern schaden am Ende allen“.

Malte Bürger

Deutsche Bahn stellt Fernverkehr nach Tschechien und Tirol ein

17:55
12.02.2021
Aufgrund der neuen Verordnung zu den Virus-Variantengebieten stellt die Deutsche Bahn ab Sonntag den Fernverkehr nach Tirol sowie nach Tschechien ein. Betroffen sei in Richtung Tirol die EC-Linie München-Innsbruck-Verona. Eingestellt werde außerdem die EC-Linie Hamburg-Berlin-Prag. „Für die entfallenden Halte in Büchen, Ludwigslust und Wittenberge werden durch ICE-Zusatzhalte weitere Reisemöglichkeiten geschaffen“, teilte die Bahn am Freitag mit.

Nach der Ausbreitung neuer Virusvarianten hatte die Bundesregierung am Freitag die Regeln für die Einreise aus mehreren EU-Staaten erneut verschärft und teilweise auch stationäre Grenzkontrollen angeordnet. Neben Tschechien und Tirol in Österreich gilt ab Sonntag auch für die Slowakei wegen der Corona-Pandemie ein Beförderungsverbot.

Malte Bürger