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Merkel räumt zu große Hoffnungen an Corona-Impfstart ein

17:15
12.02.2021
Kanzlerin Angela Merkel hat zu große Hoffnungen an den Start der Corona-Impfungen in Deutschland eingeräumt, erwartet aber bald deutlich steigende Impfstoffmengen. „Es gibt eine Enttäuschung“, sagte die CDU-Politikerin in einem Interview des ZDF-„heute-journal“ am Freitag. Vielleicht habe dies auch damit zu tun, dass „wir nicht ausreichend darauf hingewiesen haben, dass am Anfang nicht für jeden gleich der Impfstoff da ist“. Man habe sehr große Impfzentren gebaut, die Erwartung sei da gewesen. Sie habe es auch faszinierend gefunden, dass es nach weniger als einem Jahr überhaupt einen Impfstoff gebe. Die sei „eine Riesenleistung“, mit der man nicht habe rechnen können.

Ende März, Anfang April würden die Impfzentren ausgelastet sein, sagte die Kanzlerin mit Blick auf anstehende Lieferungen. „Da werden wir Mühe haben, alles zu verimpfen.“ Die ersten Wochen seien aber knapp, dies hätten manche anders erwartet. Merkel verteidigte erneut das gemeinsame europäische Vorgehen bei der Impfstoff-Beschaffung und wies Kritik an mangelndem finanziellen Engagement zurück. „Für mich stellt es sich nicht so dar, dass wir knauserig waren.“ Entscheidend sei nun, was in wie vielen Werken in Europa produziert werden könne. Deutschland sei mit dem neuen Werk des Herstellers Biontech in Marburg gut dran.

Malte Bürger

Weitere 59 Corona-Fälle im Land Bremen

16:42
12.02.2021
Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle ist im Land Bremen auf 16.861 gestiegen. Das sind 59 mehr als noch am Vortag. Die Zahl der genesenen Menschen stieg um 144 Fälle auf nun 15.787. Weitere Todesfälle gab es nicht, bislang sind 307 Menschen mit oder durch das Coronavirus gestorben.

Im Land Bremen müssen aktuell 156 Personen stationär versorgt werden, davon 28 auf Intensivstationen. 19 der intensivmedizinisch behandelten Personen müssen beatmet werden.

Malte Bürger

Corona-Aufbaufonds unter Dach und Fach

16:19
12.02.2021
Der milliardenschwere Corona-Aufbaufonds der Europäischen Union ist endgültig unter Dach und Fach. In einem formellen Akt unterschrieben der Präsident des Europaparlaments David Sassoli und der portugiesische Premierminister Antonio Costa als Vertreter der EU-Ratspräsidentschaft am Freitag in Brüssel die sogenannte Aufbau- und Resilienzfaszilität. Zuvor hatten der Rat der EU-Staaten und das Parlament das Programm in dieser Woche endgültig gebilligt. EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen sprach nach der Unterzeichnung von einem „sehr historischen Moment“.

Die Aufbau- und Resilienzfazilität ist das Herzstück des Wiederaufbauplans der Europäischen Union. Das Geld soll die Folgen der Corona-Pandemie bekämpfen und gezielt investiert werden. 672,5 Milliarden Euro sollen vor allem an die am schwersten von der Corona-Krise getroffenen EU-Staaten wie Italien und Spanien verteilt werden - 312,5 Milliarden als Zuschüsse und bis zu 360 Milliarden Euro als Darlehen.

Max Seidenfaden