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20210212161927

Drei Prozent der Menschen in Deutschland gegen Corona geimpft

14:56
12.02.2021
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rechnet damit, dass die Corona-Impfkampagne das erste Ziel erreicht und bis Mitte Februar allen Pflegeheimbewohnern ein Impfangebot gemacht wird. Das sagte er am Freitag in Berlin. Insgesamt seien mittlerweile - rund sechs Wochen nach dem Impfstart - drei Prozent der Menschen in Deutschland geimpft, davon 1,5 Prozent auch mit der nötigen Zweitimpfung, sagte Spahn. 5,7 Millionen Impfdosen wurden demnach ausgeliefert. Bis Ende nächster Woche sollen es 8 Millionen sein.

In den Impfzentren der Länder werden laut Spahn 120 000 bis 130 000 Impfungen täglich vorgenommen. Bis zu 250 000 könnten die Zentren derzeit nach bisherigem Stand leisten. Nach einer Aufstellung des Ministeriums könnten aber aufgrund der geplanten Lieferungen im zweiten Quartal im Schnitt pro Tag 698 000 Impfungen möglich werden.

Malte Bürger

RKI: Ausbreitung ansteckenderer Corona-Varianten verlangsamen

14:30
12.02.2021
Das Robert Koch-Institut sieht weiterhin die Gefahr, dass ansteckendere Varianten des Coronavirus die Bekämpfung der Pandemie erschweren. „Ich gehe von einem Anstieg aus, ganz klar“, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler am Freitag in Berlin. „Wir müssen die Ausbreitung der Varianten zumindest verlangsamen. Wir müssen verhindern, dass neue besorgniserregende Varianten entstehen.“ Die bereits bekannten Varianten seien ansteckender und breiteten sich auch in Deutschland aus. Neue Daten dazu seien in der kommenden Woche zu erwarten.

Insgesamt sieht Wieler Deutschland aber zur Zeit auf einem guten Weg. Die Fallzahlen gingen zurück. Eine Entwarnung ist das nicht: „Auf vielen Intensivstationen stabilisiert sich die Situation, sie ist aber immer noch angespannt“, sagte Wieler. „Und leider sterben immer noch sehr viele Menschen im Zusammenhang mit Covid-19.“ Während der gesamten Pandemie waren es in Deutschland bisher mehr als 64 000 Menschen. Deshalb müssten wenn immer möglich neue Ansteckungen verhindert werden. „Jede Infektion ist eine zu viel.“

Die Daten zeigten, dass Anstrengungen wie Maskentragen, Kontaktreduktionen, Hygiene und Lüften wirkten - auch gegen viele andere ansteckende Krankheiten wie Grippe, Erkältungen, Durchfall und Masern.

Max Seidenfaden

„Spiegel“: Bisher 3800 Soldaten gegen Coronavirus geimpft

13:41
12.02.2021
Seit Jahresbeginn sind nach einem „Spiegel“-Bericht 3800 Soldaten gegen das Coronavirus geimpft worden. Darunter seien etwa 2100 Männer und Frauen, die wegen einer Tätigkeit in kritischen Bereichen wie den Bundeswehr-Krankenhäusern oder als Sanitäter mit Impfdosen versorgt wurden, berichtet das Nachrichtenmagazin weiter.

Weitere Soldaten, die nach der Prioritätenliste noch nicht an der Reihe gewesen wären, erhielten demnach übrig gebliebene Dosen in den Impfzentren, in denen die Truppe derzeit aushilft. Der Impfstoff hätte sonst vernichtet werden müssen. Der Bericht stützt sich auf Angaben aus dem Sanitätswesen der Bundeswehr.

Die Bundeswehr-Führung hatte nach „Spiegel“-Informationen alle Soldaten, die bei der Corona-Hilfe eingesetzt sind, mündlich zur Annahme von Impfresten ermutigt. Anfang Februar stellte ein Generalarzt der Truppe dann in einer formellen Weisung klar, dass eine solche Impfung „außerhalb der Bundeswehr“ dienstrechtlich völlig in Ordnung sei.

Max Seidenfaden