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20210212143039

Niedersachsen: Neue Corona-Impftermine nur noch per Warteliste

11:22
12.02.2021
Wer einen der wenigen Corona-Impftermine in Niedersachsen ergattern möchte, muss sich neuerdings zwingend auf die Warteliste setzen lassen. Bisher konnten die Impfberechtigten darauf hoffen, eines der raren Angebote direkt zu ergattern, wenn gerade neue Termine in das System eingepflegt wurden. Eine solche „Überholspur“ soll es nun nicht mehr geben, wie die Vize-Leiterin des Corona-Krisenstabs, Claudia Schröder, am Freitag in Hannover mitteilte. Wer bereits auf der Warteliste stehe, müsse somit keine Sorge mehr haben, dass andere Impfwillige, die sich später gemeldet haben, eher zum Zug kommen.

Derzeit stehen mehr als 200 000 Menschen auf der Warteliste. Rund 11.000 Impfwillige konnten von der Warteliste aus bereits bedient werden. Allerdings sind die Termine äußerst knapp, weil die Hersteller weniger Impfstoff geliefert haben als angekündigt. Insgesamt umfasst die Gruppe der Menschen mit der höchsten Impfpriorität in Niedersachsen rund 800.000 Menschen.

Max Seidenfaden

Biden: Genügend Dosen für 300 Millionen Corona-Impfungen bis Juli

11:15
12.02.2021
Die USA werden Präsident Joe Biden zufolge bis Ende Juli genügend Impfstoff für rund 300 Millionen Menschen haben - was für alle Erwachsenen im Land ausreichend wäre. Dank eines neuen Vertrags mit den Impfstoffherstellern Moderna und Pfizer über jeweils 100 Millionen zusätzliche Corona-Impfdosen habe sich die Regierung nun insgesamt 600 Millionen Dosen gesichert, sagte Biden. Die komplette Menge werde zudem bis Ende Juli geliefert werden, schneller als zuletzt geplant, sagte Biden am Donnerstag (Ortszeit) bei einem Besuch des Nationalen Gesundheitsinstituts (NIH). Die USA haben rund 330 Millionen Einwohner. Pro Kopf sind zwei Impfdosen nötig.

Biden hatte den Kauf der 200 Millionen zusätzlichen Dosen bereits Ende Januar angekündigt, etwa eine Woche nach dem Beginn seiner Amtszeit. Er sparte nun nicht mit Kritik an seinem Vorgänger Donald Trump. „Er hat nicht genug Impfstoff bestellt“, sagte Biden. „Er hat seinen Job nicht gemacht, um für die massive Herausforderung vorbereitet zu sein, Hunderte Millionen Amerikaner zu impfen“, sagte der Demokrat weiter. „Amerika hatte keinen Plan, den Großteil des Landes zu impfen. Es war ein großes Durcheinander“, sagte Biden.

Max Seidenfaden

Spahn wirbt trotz sinkender Corona-Zahlen für weitere Vorsicht

10:56
12.02.2021
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat trotz erster Entspannung in der Corona-Krise um Verständnis für weiter nötige Beschränkungen geworben. „Die Infektionszahlen sinken, auch ermutigend stark“, sagte der CDU-Politiker am Freitag in Berlin. Dies sei aber nicht stark genug für umfassende Lockerungen. Dafür sei das Infektionsgeschehen noch zu hoch, und ansteckendere Virusmutationen seien zu gefährlich. „Besser jetzt noch eine Weile durchhalten, als Rückschläge zu riskieren.“ Darauf zielten auch die Beschlüsse von Bund und Ländern für einen längeren Lockdown bis vorerst 7. März. Es gelte weiterhin, das Gesundheitssystem vor Überlastung zu schützen.

Spahn kündigte an, mit Blick auf anstehende Schulöffnungen zu prüfen, ob Kita-Personal und Grundschul-Lehrkräfte früher geimpft werden können. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten hatten angeregt, sie aus der dritten in die zweite Prioritätsgruppe für Impfungen vorzuziehen. Spahn betonte, dass in jedem Fall zuerst die laufenden Impfungen in der ersten Prioritätsgruppe abgeschlossen werden sollten - dazu gehören Über-80-Jährige, Personal und Bewohner in Pflegeheimen. Auch bei einer Änderung zugunsten von Erzieherinnen und Lehrkräften könnten diese aber erst im Frühjahr an die Reihe kommen. Denn generell müsse ausreichend Impfstoff vorhanden sein.

Max Seidenfaden