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20210211164608

Bahn sieht Konzept im Winter bestätigt - Schneeschleuder im Einsatz

16:11
11.02.2021
Die Deutsche Bahn hat die fast vollständige Einstellung des Zugverkehrs im Nordwesten als Reaktion auf das Winterwetter verteidigt. „Das Konzept der DB-Krisenmanager ging auf“, sagte eine Bahnsprecherin am Donnerstag. Der Betrieb sei vor allem dort, wo höchste Warnstufen galten, gezielt reduziert worden, um Stausituationen auch im Schienenverkehr zu vermeiden.

Mit diesem Vorgehen wurde ein zentrales Ziel aus Sicht der Bahn erreicht. „Es mussten zu keinem Zeitpunkt Fahrgäste auf offener Strecke aus Fernverkehrs- oder Regionalzügen evakuiert werden“, betonte die Bahnsprecherin. Aufgrund des extremen Unwetters hatte die Bahn am Sonntag den Regionalverkehr bis auf wenige Ausnahmen eingestellt und auch den Fernverkehr weitgehend beendet.

Der Fahrgastverband Pro Bahn zeigte viel Verständnis für das Vorgehen der Bahn. „Auf offener Strecke liegengebliebene Züge wären bei den Temperaturen ein sehr großes Problem geworden“, sagte Verbandssprecher Karl-Peter Naumann. Coronabedingt sei ja auch eine eventuell nötige Unterbringung von Fahrgästen in Hotels sehr schwierig. Ein Problem der Bahn in solchen Situation bleibe aber die schwache Information der Fahrgäste, sagte Naumann.

Malte Bürger

Corona-Ausbruch in Vechta: Hausarzt behandelte trotz Symptomen weiter

15:31
11.02.2021
Der Corona-Ausbruch im Landkreis Vechta geht nach Einschätzung des niedersächsischen Krisenstabs auch auf einen erkrankten Arzt zurück. „Da hat ein Hausarzt weiter behandelt, obwohl er Symptome hatte“, sagte Krisenstabsleiter Heiger Scholz am Donnerstag im Gesundheitsausschuss des Landtags. Das Gesundheitsamt untersuche derzeit mehr als 200 Patienten, die der Arzt in dieser Zeit noch betreut habe. Scholz sprach von einem besonders peinlichen Fall: „Da fällt einem nicht mehr viel zu ein.“ Am Mittwoch war der Sieben-Tages-Wert in dem Landkreis wieder über die 200er-Marke gesprungen und lag am Donnerstag bei 183,5 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner.

Ein Sprecher des Landkreises Vechta bestätigte den Fall. Es handele sich um eine Praxis in Goldenstedt, die bereits Ende Januar aufgrund des Vorfalles wegen hygienischer Mängel vorübergehend geschlossen worden war, inzwischen aber wieder geöffnet habe. Medienberichten zufolge hatte der Hausarzt zumindest teilweise bei seiner Arbeit in der Praxis keine Maske getragen.

Malte Bürger