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20210211153136

Experten: Inzidenz unter 35 könnte bis Anfang März erreicht sein

15:09
11.02.2021
Die von Bund und Ländern angepeilte bundesweite 35er-Inzidenz könnte nach Experten-Meinung bereits Anfang März erreicht sein. Voraussetzung sei jedoch, dass Maßnahmen wie Abstand halten und Maske tragen weiter eingehalten würden, sagte der Gießener Virologe Friedemann Weber am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Die Mathematikerin Maria Barbarossa vom Frankfurt Institute for Advanced Studies erklärte: „Unsere optimistischsten Vorhersagen zeigen, dass wir bereits in zwei Wochen die 50er-Inzidenz erreichen können.“ Bis zum 7. März könnten sich die Zahlen in Richtung der 35 entwickeln - vorausgesetzt, alles bleibe zu.

Am Donnerstagmorgen lag die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bundesweit noch bei 64,2. Bund und Länder hatten sich am Mittwoch auf eine Verlängerung des Lockdowns bis zum 7. März verständigt. Sollte bis dahin die Sieben-Tage-Inzidenz unter 35 sinken, sollen die Beschränkungen schrittweise gelockert werden. Zuvor hatte die Bundesregierung eine Inzidenz von 50 angestrebt. „Ich bin positiv überrascht, dass man jetzt die Inzidenz von 35 einzieht und sich nicht nur über die 50 freut. Je niedriger, desto besser“, sagte Weber.

Malte Bürger

Testflut in Österreich wegen Zutritts-Kontrollen beim Friseur

14:47
11.02.2021
In Österreich hat unter anderem die Corona-Testpflicht für den Besuch von Friseuren und anderen körpernahen Dienstleistern eine Flut von Infektions-Checks ausgelöst. Die Bundesländer hätten in den vergangenen fünf Tagen mehr als eine Million Antigen- und PCR-Tests gemeldet, teilte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Donnerstag mit. Die Tendenz sei weiter stark steigend. Damit hat sich statistisch jeder neunte Österreicher seit Samstag testen lassen. Die Kapazitäten für kostenlose Tests sollen weiter ausgebaut werden.

„Österreich wird damit immer mehr zum Land der Testungen in Europa“, sagte Anschober. Er gehe in Kürze von einer Kapazität von 400 000 Testungen pro Tag aus. Nach dem Erfolg der Maßnahme würden mögliche weitere Öffnungsschritte - zusätzlich zu spezifischen Schutzmaßnahmen - ebenfalls an solche Hürden gebunden werden. In Österreich sind seit Montag alle Geschäfte und viele Dienstleister wieder geöffnet. Die Schulen sind in den Präsenz-Unterricht übergegangen. Auch dort wird zweimal wöchentlich getestet. Diese bisher 470 000 Tests sind laut Anschober in der Gesamtzahl noch gar nicht berücksichtigt.

Max Seidenfaden