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20210211135834

Bundeswehr rechnet mit Corona-Einsatz bis Ende des Jahres

13:58
11.02.2021
Die Bundeswehr rechnet schon jetzt mit Einsätzen im Kampf gegen die Corona-Pandemie bis Ende des Jahres. Das sagte der Kommandeur der 1. Panzerdivision, Generalmajor Jürgen-Joachim von Sandrart, am Donnerstag in Oldenburg. Seine Division organisiert als regionaler Führungsstab West die Hilfe in den fünf Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Hessen, Niedersachsen, Bremen und Sachsen-Anhalt. Derzeit seien dort gut 4000 Soldatinnen und Soldaten im Einsatz, insgesamt seien durch die Amtshilfe für zivile Einrichtungen etwa 8000 Menschen gebunden.

Die meisten Soldatinnen und Soldaten helfen in der Kontaktnachverfolgung, bei Tests und in Senioren- und Pflegeheimen. Gleichzeitig müsse die Division ihren Auftrag bei Auslandseinsätzen in Afghanistan, Mali und Litauen erfüllen, sagte von Sandrart. Die Bundeswehr helfe selbstverständlich und gern, sagte der Zwei-Sterne-General. Zugleich leide aber die militärische Ausbildung unter der Doppelbelastung. Es werde lange dauern, diese „Ausbildungs- und Fähigkeitsdelle“ auszugleichen. „Das ist das Preisschild.“

Max Seidenfaden

Gastwirte und Hoteliers entsetzt über Corona-Beschlüsse

13:08
11.02.2021
Mit Entsetzen und Enttäuschung hat der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband in Niedersachsen (Dehoga) auf die jüngsten Corona-Beschlüsse von Bund und Ländern reagiert. Es sei festzustellen, dass erste Mitgliederreaktionen auf die Beschlüsse zunehmend aggressiver und ablehnender ausfielen als bisher, hieß es am Donnerstag in einer Pressemitteilung. Der Verband wertete dies als Zeichen, dass die Corona-Politik der Landesregierung in der Branche an Zustimmung verliere.

Der Stufenplan der Landesregierung sei mit Blick auf eine Öffnungsperspektive für das Gastgewerbe von einem stabilen Inzidenzwert von 50 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner binnen einer Woche plus einem R-Wert von unter 0,8 ausgegangen. Nun liege der grundsätzliche Einstiegswert für Öffnungen bei 35. Ein Wiedereinstieg werde so um weitere Wochen nach hinten verschoben.

Für „blankes Entsetzen“ habe es zudem in der Branche gesorgt, dass das Gastgewerbe in dem Beschluss nicht einmal als Branche adressiert werde, die ab der Inzidenz 35 wieder öffnen könne. Der Verband forderte die Landesregierung auf, dem Gastgewerbe eine belastbare Öffnungsperspektive noch vor Ostern zu geben. „Das Gastgewerbe will endlich wieder mit seiner eigenen Hände Arbeit sein Geld verdienen“, sagte Dehoga-Präsident Detlef Schröder.

Max Seidenfaden

Niedersachsen ermöglicht Schul- und Kita-Personal wöchentlichen Corona-Test

13:04
11.02.2021
 Alle Lehrkräfte und Kita-Beschäftigten in Niedersachsen können bis zu den Osterferien einmal wöchentlich kostenlos einen Corona-Schnelltest machen lassen. Dafür hat das Land bis zu 40 Millionen Euro reserviert, kündigte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) am Donnerstag in Hannover an. Die Tests, die in Arztpraxen vorgenommen werden, beginnen in der kommenden Woche. Ein ähnliches Testangebot war im vergangenen Jahr von den Lehrkräften nur schwach genutzt werden. Über Tests auch für Schülerinnen und Schüler denke das Land nach, sobald Selbsttests verfügbar seien, sagte Tonne.

Der Minister stellte am Donnerstag einen Zehn-Punkte-Plan zum weiteren Betrieb von Schulen und Kindertagesstätten in der Corona-Krise vor. Bei weiter sinkenden Infektionszahlen sollen im März weitere Schuljahrgänge im Wechselunterricht in die Schulen zurückkehren. Der Zeitpunkt soll in der kommenden Woche ausgelotet werden. Bis Ende Februar gibt es einen Wechselunterricht für Grundschulen sowie die Prüfungsklassen an den weiterführenden Schulen. Die Präsenzpflicht bleibt bis Ende Februar aufgehoben, sagte Tonne. Eltern können ihre Kinder zu Hause halten, wenn sie das für sicherer halten.

Max Seidenfaden