Letztes Update:
20210210210843

Niedersachsen kann Corona-Mutanten jetzt selbst aufspüren

14:21
10.02.2021
Niedersachsens Landesgesundheitsamt ist seit Anfang der Woche in der Lage, Varianten des Coronavirus nachzuweisen. Das Verfahren soll zum einen dazu dienen, mehr über die Ausbreitung der sogenannten britischen Mutante B.1.1.7 und der sogenannten südafrikanische Mutante B.1.351 zu erfahren, erklärte das Amt am Mittwoch. Bisher lägen Informationen über 259 Ansteckungen mit diesen Varianten vor - 258 mit B.1.1.7 und eine mit B.1.351. Darüber hinaus könnten mit der Sequenzierung aber auch bisher unbekannte Mutanten nachgewiesen werden.

„Neue Mutationen können mit der Sequenzierung frühzeitig identifiziert und bekannte Virustypen bestätigt werden“, sagte Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD). „Das Coronavirus passt sich an. Es ist nicht auszuschließen, dass es zu weiteren Mutationen kommt, die ansteckender sind oder zu schwereren Krankheitsverläufen führen können.“ Die Sequenzierung sei daher wichtig, um Muster bei den Ansteckungen zu erkennen.

Jan-Felix Jasch

Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Krise haben begonnen

14:08
10.02.2021
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder sind am Mittwoch zu Beratungen über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise zusammengekommen. Vor der Videoschalte zeichnete sich eine Verlängerung des vorerst bis 14. Februar vereinbarten Lockdowns ab. In einem am Morgen vom Kanzleramt an die Länder verschickten Beschlussentwurf, der der Deutschen Presse-Agentur vorlag, wird der 14. März als neues Enddatum vorgeschlagen. Wie es aus Teilnehmerkreisen heißt, soll die Mehrheit der Länderchefs indes eine Lockdown-Verlängerung bis zum 7. März präferieren. Was am Ende beschlossen wird, ist offen.

Ein Schwerpunkt in den Beratungen dürften die Pläne mehrerer Länder sein, Kitas und Schulen möglichst rasch wieder schrittweise zu öffnen. Laut Beschlussentwurf, der nach dpa-Informationen zwischen dem Kanzleramt, Bayern und Berlin als Vorsitzland der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) vorabgestimmt ist, sollen die Länder eigenständig darüber entscheiden. Eine Ausnahme vom Lockdown könnte es demnach für Friseure geben, die unter strikten Hygiene-Auflagen bereits früher wieder öffnen könnten.

Weite Teile des Einzelhandels, Friseure, Kosmetiksalons sowie viele Schulen und Kitas sind im Zuge des Lockdowns zur Eindämmung der Corona-Pandemie seit 16. Dezember geschlossen. Restaurants, Museen, Kinos, Theater, Freizeit- und Sporteinrichtungen mussten bereits Anfang November für Publikum schließen.

Jan-Felix Jasch