Letztes Update:
20210209203103

Britische Corona-Mutante auf Norderney nachgewiesen

20:27
09.02.2021
Die britische Corona-Virusvariante B.1.1.7 ist erstmals auch auf der ostfriesischen Insel Norderney nachgewiesen worden. Ein entsprechender Befund sei dem Gesundheitsamt des Landkreises Aurich am Dienstag bestätigt worden, teilte die Kreisverwaltung mit. Demnach war die infektiösere Mutation Ende Januar bei einem Mann festgestellt worden - er ist inzwischen gestorben. Weitere Hinweise auf die Corona-Variante gebe es aktuell nicht, hieß es.

Norderney hat mit 39 Fällen aktuell die meisten Corona-Infektionen im Landkreis Aurich. Seit einigen Tagen steigen die Fallzahlen auf der Insel mit rund 6000 Einwohnern an. Die Stadt und der Landkreis seien im engem Kontakt, um zu prüfen, ob weitere Maßnahmen angesichts der Infektionslage erforderlich seien, teilte die Kreisverwaltung mit. Landrat Olaf Meinen und Inselbürgermeister Frank Ulrichs appellierten an die Insulaner, sich strikt an Hygieneregeln und Kontaktbeschränkungen zu halten.

Michael Rabba

Schulen und Kitas: Kinderhilfswerk für Öffnungen

20:11
09.02.2021
Vor den Bund-Länder-Beratungen über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise hat das Deutsche Kinderhilfswerk ein Ende der starken Einschränkungen an Schulen und Kitas gefordert. Die flächendeckenden Schul- und Kitaschließungen und auch die Schließungen von Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit müssten aufgehoben werden, hieß es am Dienstag in einer Mitteilung. Die Einrichtungen sollten stattdessen in Absprache mit den Gesundheitsämtern die für die Situation vor Ort Maßnahmen zur Verwirklichung des Rechts auf Bildung einerseits und zur Bekämpfung der Corona-Pandemie andererseits ergreifen
können, sagte Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.

Michael Rabba

Tschentscher: Ohne Wissen über Corona-Mutationen keine Lockerungen

20:03
09.02.2021
Für Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) kann es ohne ein fundiertes wissenschaftliches Wissen über die neuen Corona-Mutationen kaum Lockerungen des Lockdowns geben. „Wir werden keine nennenswerten Lockerungen so lange beschließen können, bis wir eine fundierte Einschätzung haben, in welcher Geschwindigkeit sich die Virusmutationen in Deutschland verbreiten und welchen Beitrag sie dann leisten für das Infektionsgeschehen“, sagte Tschentscher am Dienstagabend bei der virtuellen Jahrestagung des AGA Unternehmensverbands in Hamburg. Erst danach könne über Lockerungsschritte, Öffnungskonzepte oder Perspektivpläne entschieden werden.

Der Regierungschef warnte: „Wir müssen in dieser Lage noch einige Wochen die Disziplin und die Nerven behalten, nicht zu früh aus den Maßnahmen auszusteigen und dann einen Rückfall zu erleiden, eine dritte Welle zu ertragen, die all die Probleme, die wir schon haben, noch einmal schwerer macht.“ Bis die Erkenntnisse über die Mutationen vorlägen, könnten Öffnungskonzepte nur erörternd vorbereitet werden.

Es dürften keine falschen Erwartungen geweckt werden, betonte der SPD-Politiker. Mit Blick auf das Treffen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Regierungschefs der Länder am Mittwoch sagte er: „Deswegen erwarte ich (...) noch keinen Terminplan, sondern nur eine Vereinbarung, dass wir - sobald wir die wissenschaftliche Klarheit über die Bedeutung der Virusmutationen in Deutschland haben - dann an den richtigen Stellen die Öffnungskonzepte (...) umsetzen.“

Michael Rabba