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Corona-Fälle auf Hilfsschiff „Ocean Viking“ - Gerettete in Sicherheit

11:47
09.02.2021
Auf dem privaten Rettungsschiff „Ocean Viking“ sind zahlreiche Corona-Infektionen unter den rund 420 geretteten Bootsmigranten festgestellt worden. 49 der Tests, die am Montag von der italienischen Gesundheitsbehörde auf dem Schiff durchgeführt wurden, seien positiv ausgefallen, teilte die Betreiberorganisation SOS Mediterranee am Dienstag mit. Am Montagabend hatten mit 344 Geretteten ein Großteil die „Ocean Viking“ vor der italienischen Insel Sizilien verlassen und die Quarantäne angetreten.

Am Wochenende hatte die Crew bei Tests an Bord zunächst zehn positive Corona-Fälle entdeckt. Unklar ist, ob sich die Menschen in der Zwischenzeit ansteckten oder es mehr unentdeckte Fälle an Bord gab, wie die Organisation auf Nachfrage mitteilte.

Das private Hilfsschiff hatte am Wochenende vor der Stadt Augusta nördlich von Syrakus auf Sizilien vor Anker gehen können. Die „Ocean Viking“ hatte die Menschen in der vergangenen Woche an zwei Tagen bei mehreren Einsätzen aus Booten vor Libyen aufgenommen. Am Samstag waren bereits eine hochschwangere Frau und ihr Partner mit einem Helikopter in ein Krankenhaus auf Malta geflogen worden. Ein Teil der Bootsmigranten kommt den Angaben zufolge aus der Elfenbeinküste, aus Mali und dem Sudan.

Jan-Felix Jasch

Dobrindt: Bund-Länder-Runde soll Lockerungs-Orientierungspunkte geben

11:22
09.02.2021
CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt erwartet von der Bund-Länder-Beratung an diesem Mittwoch eine Perspektiventscheidung für mögliche Lockerungen von Corona-Schutzmaßnahmen. Es müsse erklärbare Orientierungspunkte geben, wie angesichts von weiter fallenden Infektionszahlen ein Lockerungsmechanismus aussehen könne, sagte Dobrindt am Dienstag in Berlin. Auf konkrete Zahlen unterhalb des von der Bundesregierung angestrebten Werts von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche wollte er sich nicht festlegen.

Die Lage sei angesichts der Mutationen aus Großbritannien und Südafrika nicht so, dass zum 14. Februar Lockerungen umgesetzt werden könnten, sagte Dobrindt. Er sei auch gegen einen festen Stufenplan für Lockerungen, da dieser ein zu starres Korsett sei und nicht ausreichend Flexibilität ermögliche.

Dobrindt wiederholte seine Aussage, nicht die Schulen sollten bei Lockerungen zu Beginn höchste Priorität haben. Dort gebe es funktionierende Betreuungsangebote, zudem sei das Infektionsrisiko an den Schulen nach wie vor hoch. Vielmehr könnten körpernahe Dienstleistungen wie jene von Friseuren betrachtet werden. Zugleich forderte Dobrindt eine Auszahlung der Überbrückungshilfe 3 für die Unternehmen noch im Laufe des Monats.

Jan-Felix Jasch